Schlechte Nachrichten für Familie Kaminski: Stadt und Landkreis erteilten der Idee, am Altstadtfest-Wochenende wenigstens einen Flohmarkt zu erlauben, eine Absage. Foto: Hagebölling

Schlechte Nachrichten für Familie Kaminski: Stadt und Landkreis erteilten der Idee, am Altstadtfest-Wochenende wenigstens einen Flohmarkt zu erlauben, eine Absage. Foto: Hagebölling

Nienburg 25.07.2020 Von Edda Hagebölling

Flohmarkt leider nicht möglich

Stadt und Landkreis erteilen Idee von Familie Kaminski nach gründlicher Prüfung eine Absage

Schlechte Nachrichten für Familie Kaminski und all die anderen, die sich mit der Idee, am Altstadtfest-Wochenende wenigstens einen Straßenflohmarkt zu veranstalten – ohne Verzehrstände, Fahrgeschäfte und Bühnen – schon angefreundet hatten, eine Absage (siehe Bericht in der Ausgabe vom 12. Juli).

Anfang der Woche ließ Antonia Kleinert, bei Nienburgs Stadtverwaltung unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, der HamS die Stellungnahme von Stadt und Landkreis zukommen. Darin heißt es:

Das Anliegen der Familie Kaminski ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund der Corona-Pandemie nicht zulässig.

Zum aktuellen Zeitpunkt wegen der Corona-Pandemie nicht zulässlig

Die Thematik wurde dem Landkreis Nienburg zur Stellungnahme weitergeleitet. Danach werden Straßenflohmärkte als Trödelmarkt bzw. Jahrmarkt eingestuft. Derartige Veranstaltungen sind nach § 5 Abs. 2 der aktuellen Verordnung bis zum Ablauf des 31. Oktober 2020 verboten, und zwar unabhängig von der Anzahl der Teilnehmenden.

Die Durchführung des „Wochenmarktes“ ist mit Straßenflohmärkten nicht vergleichbar. Er dient vorrangig der Lebensmittelversorgung unter Einhaltung der Hygienevorgaben, die bei üblichen Flohmärkten (keine Hygieneschutzwände, angebotene Gegenstände werden in die Hand genommen, etc.) nicht erfüllt werden können.

Nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 der VO wären eventuell „Spezialmärkte“ zulässig, sofern sie unter freiem Himmel mit einer gemeinnützigen Bestimmung stattfinden oder ein Eintrittsgeld erhoben wird. Typisches Merkmal solcher Märkte ist allerdings das Feilbieten bestimmter Waren (zum Beispiel Töpferwaren, Münzen, Antiquitäten, Kleintiere, Weihnachtsartikel).

Bei allgemeinen Flohmärkten fehlt die Bestimmtheit eines Warenangebotes, sodass sie nicht als Spezialmärkte zugelassen werden können.

Kontroverse Diskussion bei Facebook

Bei Facebook wurde die Idee nach Erscheinen des Artikels äußerst kontrovers diskutiert. Parallel hatte die HamS die Leserinnen und Leser darum gebeten, ihre Gedanken zu mailen.

„Lese gerade den Artikel von Familie Kaminski. Ich und einige Freunde von mir denken auch, es wäre realisierbar. Mit Mindestabstand und all dem Gedöns. Wir sind dafür“, schreibt zum Beispiel HamS-Leserin Nicole.

Und Silvia Neddermann mailt: „Ich finde die Idee super und unterschreibe das sofort! Es sollte stattfinden. Überall werden passende Hygienemaßnahmen gefunden und umgesetzt, das wird dann wohl auch für einen Flohmarkt möglich sein, der sich auf viele Kilometer Platz erstreckt. Bitte gebt uns zumindest teilweise das Leben zurück!“

Vielen Dank für das Feedback. Einen Versuch war‘s wert, oder?

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Erstellt:
25. Juli 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

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