Zwei Schülerinnen im damals dritten Ausbildungsjahr der Heilerziehungspflege bauen „Traumfänger“ – vor den Sommerferien 2020; es galt das Kohortenprinzip. Foto: BBZ Sulingen

Zwei Schülerinnen im damals dritten Ausbildungsjahr der Heilerziehungspflege bauen „Traumfänger“ – vor den Sommerferien 2020; es galt das Kohortenprinzip. Foto: BBZ Sulingen

Sulingen 21.03.2021 Von Die Harke

Fördermöglichkeiten in der HEP-Ausbildung

783 Euro Zuschuss am Berufsbildungszentrum Sulingen

Wer zukünftig seine Ausbildung am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen in der Fachschule Heilerziehungspflege absolviert, erhält finanzielle Unterstützung. Ein Ausbildungszuschuss, den es in dieser Form bisher noch nicht gab.

Angehende Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger des Berufsbildungszentrums in Sulingen dürfen sich freuen. Sie können ab dem kommenden Schuljahr einen elternunabhängigen Vollzuschuss in Höhe von 783 Euro monatlich erhalten, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Dieses sogenannte „Aufstiegs-BAföG“ wird von der NBank ausgezahlt. Das „Aufstiegs-BAföG“ bilde nun ein attraktives Angebot für alle Interessierten, die sich von der unbezahlten Ausbildung bislang abschrecken ließen, informiert Abteilungsleiterin Eva Meyer-Mahr. Das Angebot sei vor allem attraktiv für Personen, die bereits eine erste Ausbildung absolviert haben oder sich beruflich neu orientieren möchten, dies aber ohne finanzielle Vergütung nicht können.

Gerade diese jungen Erwachsenen seien oftmals besonders für den Beruf der Heilerziehungspflegerin bzw. des Heilerziehungspflegers geeignet, da sie vielfach eine persönliche Reife im Umgang mit beeinträchtigten Menschen mitbrächten, meint Meyer-Mahr.

Insbesondere die praktische Ausbildung, der Beziehungsaufbau sowie die tägliche Begleitung und Förderung beeinträchtigter Menschen sei für die Fachschüler der Heilerziehungspflege hinsichtlich ihrer Persönlichkeitsentwicklung prägend, informiert Bereichsleiterin Marion Droppelmann. Hier wird Pädagogik mit alltagsrelevanten Pflegehandlungen zusammengeführt.

Möglich wird diese finanzielle Förderung durch veränderte Richtlinien im Aufstiegsfortbildungsfördergesetz (AFBG), die den Anteil und die Aufteilung der Theorie- und Praxisblöcke betrifft. Nach diesen neuen Richtlinien hat das Berufsbildungszentrum in Sulingen seine Heilerziehungspflegeausbildung neu aufgestellt.

Neu ab dem kommenden Schuljahr ist, dass nach einem Theorieblock am Ausbildungsbeginn, die Schüler zwei Praktika pro Ausbildungsjahr absolvieren. Ergänzend dazu steht den Schülern wöchentlich ein selbstorganisierter Tag zur Verfügung, an dem die Fachschüler praktische und schulische Aufgabenstellungen bearbeiten und ein Zeitfenster zur Verfügung haben, in dem sie mit den Einrichtungen über die Praktika hinaus im Austausch sind.

Die Berufsperspektiven in der Heilerziehungspflege sind aussichtsreich. Neben dem Abschluss zum staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger oder zur Heilerziehungspflegerin, erwerben die Absolventen ebenso die Fachhochschulreife. Dieser berufliche Abschluss bietet die Möglichkeit einen Arbeitsplatz in Einrichtungen der Behindertenhilfe, in Kindergärten, Tagesbildungsstätten, Schulen und Wohneinrichtungen anzustreben oder ein Studium aufzunehmen.

Zum nächsten Ausbildungsbeginn am 1. September 2021 sind am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup am Schulstandort Sulingen noch Plätze frei. Wer Interesse an einer Ausbildung in der Heilerziehungspflege hat, kann sich über die Homepage des Berufsbildungszentrums online bewerben sowie weitere Informationen zu der Ausbildung einsehen.

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Erstellt:
21. März 2021, 10:15 Uhr
Lesedauer:
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