Die Vernässung im Krähenmoor. Foto: Landkreis Nienburg

Die Vernässung im Krähenmoor. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 20.03.2021 Von Die Harke

Folgen des Klimawandels

Integrales Managementkonzept zur Bewirtschaftung von Wassermengen

Der Landkreis Nienburg hat Anfang des Jahres mit der Aufstellung eines integralen Managementkonzepts zur Bewirtschaftung von Wassermengen begonnen.

Hintergrund sind die Folgen des Klimawandels, die aufgrund der letzten trocknen Jahre besonders spürbar geworden sind. Das Absinken der Grundwasserstände mit Trockenstress für die Vegetation, Bäume und Ökosysteme, Fließgewässer, die zeitweise trockenfallen oder ein erhöhter Bedarf in der öffentlichen Wasserversorgung sowie landwirtschaftlichen Feldberegnung sind einige Beispiele dafür.

Auch in Zukunft sind eher vermehrt Konflikte für die Wasserwirtschaft, Ökologie und Wassernutzergruppen zu erwarten. Der Landkreis Nienburg wird daher auf der Grundlage einer umfassenden Aufnahme von Ist-Daten, die Entwicklungen aus Klimamodellen prognostizieren, kritisch analysieren und daraus Planungen für eine zukunftsfähige Stabilisierung des Wasserhaushalts konzipieren.

Naturschutzgebiet Liebenauer Wesertal Foto: Landkreis Nienburg

Naturschutzgebiet Liebenauer Wesertal Foto: Landkreis Nienburg

Das integrale Wassermengenmanagementkonzept wird gemeinsam mit den Ingenieurbüros „ahu GmbH Wasser Boden Geomatik“ (Aachen) und „CONSULAQUA“ (Hildesheim) bearbeitet. Die Projektleitung hat der Fachbereich Umwelt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachdienstes Wasserwirtschaft beim Landkreis Nienburg.

Besonders wichtig ist dem Landkreis die Einbindung der hiesigen Akteure in einem transparenten Verfahren. In einer ersten Auftaktveranstaltung wurde den Wasserversorgern, den Gemeinden, den Wassernutzern aus Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft, dem Landvolkverband Mittelweser, den Umweltverbänden, den Unterhaltungsverbänden für die Gewässer, den Niedersächsischen Fachbehörden und dem Nachbarlandkreis Diepholz der Anlass, die Projektinhalte und der Ablauf vorgestellt.

Auf insgesamt acht weiteren begleitenden Besprechungen werden die zukünftigen Maßnahmen integral geplant und interessenübergreifend gedacht. Für die Bearbeitung ist ein Zeitraum von einem Jahr vorgesehen. Das Wassermengenmanagementkonzept wird im Dezember 2021 vorgelegt werden.

Weitere Inhalte ergeben sich aus einem Projekt-Flyer, der Interessierten über den Fachbereich Umwelt zur Verfügung gestellt werden kann. Zudem ist er Flyer digital unter www.lk-nienburg.de/wassermanagement erhältlich.

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Erstellt:
20. März 2021, 16:30 Uhr
Lesedauer:
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