Die kleine Figur eines Vögelchens - gesehen von den verschiedenen Seiten (undatierte Aufnahme). Foto: -/Universität von Shandong/dpa

Die kleine Figur eines Vögelchens - gesehen von den verschiedenen Seiten (undatierte Aufnahme). Foto: -/Universität von Shandong/dpa

Peking 11.06.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Forscher entdecken Vögelchen aus Altsteinzeit

Ein aus Knochen geschnitztes Vögelchen: Der Fund in Lingjing in der chinesischen Provinz Henan zeigt, dass künstlerische Traditionen mit Tierskulpturen in Ostasien schon 8500 Jahre früher als bisher bekannt existiert haben

Mit einem geschätzten Alter von 13.500 Jahren sei es das älteste bekannte chinesische Kunstwerk, wie der Forscher Li Zhanyang von der Universität Shandong und internationale Kollegen im Wissenschaftsjournal „PLOS ONE“ erklären.

Die frühesten Skulpturen sind in Europa entdeckt worden. Dazu gehört der 31 Zentimeter große „Löwenmensch“ aus Mammut-Elfenbein aus der Schwäbischen Alb, der 35.000 bis 41.000 Jahre alt ist. Da für andere Teile der Welt nicht klar ist, seit wann Figuren zur Kultur gehörten, ist das Vögelchen ein wichtiges Puzzleteil und wirft ein neues Licht auf die Entwicklung von Kunst in der Menschheitsgeschichte.

„Die Figur unterscheidet sich technisch und stilistisch von anderen Exemplaren, die in Westeuropa oder Sibirien gefunden wurden, und es könnte das fehlende Bindeglied sein, das den Ursprung chinesischer Skulpturen in die Altsteinzeit zurückverfolgt“, schreiben die Autoren. An der Studie über den Fund waren Forscher des Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) in Frankreich, die Universitäten von Bordeaux und von Bergen in Norwegen sowie das Weizmann Institute of Science in Israel beteiligt.

PLOS ONE

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Erstellt:
11. Juni 2020, 02:11 Uhr
Lesedauer:
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