Fragen weitergetragen

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Der FDP-Innenpolitiker Jan-Christoph Oetjen informierte sich zusammen mit den örtlichen Kandidaten für Bundestag und Landtag bei der Bürgerinitiative „Schluss mit dem Lochfraß“ bei Gerd Claußen (hinten, rechts) und dessen Mitstreitern. FDP

Um fachliche Fragen zu klären, war der FDP-Landtagsabgeordnete [DATENBANK=5767]Jan-Christoph Oetjen[/DATENBANK] (Sottrum/Rotenburg/Wümme) kürzlich zusammen mit den örtlichen Kandidaten für den Bundestag und Landtag zu Besuch bei der Bürgerinitiative (BI) „Schluss mit dem Lochfraß“ im Gemeindehaus der Holtorfer Kirchengemeinde. FDP-Ratsherr [DATENBANK=863]Heiner Werner[/DATENBANK], der sich nach FDP-Angaben seit Jahren für die Belange der BI einsetzt, hatte seinen Landesvorstandskollegen nach Nienburg eingeladen.

„Außer Frage steht für uns, dass das Wasser und/oder das Leitungsnetz des Wasserverbandes ursächlich für die extreme Häufung der Schadenfälle ist“, so BI-Mitglied Gerd Claußen (Erichshagen). Zusammen mit Jürgen Lahme, Dr. Franz Schreiner, Michael Daams sowie Ulrich True und BI-Sprecher Prof. Dr.-Ing. [DATENBANK=2242]Wolf-Rüdiger Metje[/DATENBANK] habe Claußen die Entwicklung der Lochfraß-Problematik in den Nienburger Ortsteilen Holtorf und Erichshagen sowie in der Samtgemeinde Heemsen verdeutlich.

Der dortige [DATENBANK=856]Wasserverband „An der Führse“[/DATENBANK] versorgt die Kunden des Wasserwerks Drakenburg seit vielen Jahren mit Trinkwasser. Nach Ansicht der BI ist das Wasser verantwortlich für erhebliche Korrosionsschäden, auch genannt „Lochfrass“, an den kupfernen Hausinstallationen. Viele Schäden seien seit den 1970er Jahren aufgetreten, die mittlerweile in die Millionen gingen.

Eine Veränderung zum Positiven sei aus Sicht der BI nicht zu erkennen, vielmehr werde das Problem von den Verantwortlichen ausgesessen. Die Forderung der Betroffenen nach „Beseitigung des offenkundigen Mangels“ werde kategorisch abgelehnt. Das Gesetz schütze dabei die Monopolstellung des Wasserversorgers. Eine wirksame Fachaufsicht anderer Behörden finde nach Meinung der BI praktisch nicht statt.

Oetjen nach Fragen der BI nach Hannover mit.

Unter anderem ging es dabei um die Fachaufsicht von Wasserversorgungsverbänden, um von den Wasserwerken eingesetzte Zusätze zur Netzpflege zum Korrosionsschutz, um Fördermittel für Wasserversorgungsverbände, um bei Problemen mit Korrosion im Versorgungsgebiet zu ermitteln und um die Frage, bei welchen Wasserversorgungsverbänden oder Stadtwerken der Landesregierung Probleme von Korrosion/57679 bekannt seien?

Nach Mitteilung der Nienburger FDP sollen diese Fragen von den zuständigen Stellen in Hannover zeitnah beantwortet werden. Auch auf die Unterstützung des für Nienburg zuständigen Bundestagsabgeordneten [DATENBANK=12]Maik Beermann[/DATENBANK] (CDU) baue man.

Etwaige Regelungslücken zulasten der Verbraucher sollen identifiziert und gegebenenfalls geschlossen werden. Das wird voraussichtlich in der neuen Wahlperiode des Niedersächsischen Landtages geschehen, heißt es abschließend.