Der Filmabend war gut besucht. Petra Bauer

Der Filmabend war gut besucht. Petra Bauer

Hoya 01.06.2017 Von Die Harke

Frauen beeindruckt vom Film

Filmabend in der Reihe „Blickwechsel – Frauen und Migration“

[DATENBANK=536]Petra Bauer[/DATENBANK], Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, und [DATENBANK=1575]Carmen Prummer[/DATENBANK], Fachdienstleiterin Migration und Teilhabe, hatten innerhalb der Interkulturellen Reihe „Blickwechsel – Frauen und Migration“ insbesondere Frauen zu einem Filmabend in den [DATENBANK=409]Filmhof Hoya[/DATENBANK] eingeladen. „Mit einem so großen Erfolg haben wir nicht gerechnet“ sagt Prummer. „Das Kino bietet 67 Plätze, bis auf ganz wenige waren alle besetzt“, teilt Bauer mit. Prummer und Bauer hatten für diesen Filmabend den Film „Luise, eine deutsche Muslima“ ausgewählt. Der Film zeigt, welche Veränderungen sich in einer Familie vollziehen, in der ein junges Mädchen sich für den Islam und den Schleier entscheidet. Nüchtern und dennoch nahelegend dokumentiert er die Geschichte der jungen Luise. Mit 18 Jahren tritt sie der Liebe wegen zum Islam über und entscheidet sich sehr selbstbewusst, den Schleier zu tragen. Das sorgt in ihrer Herkunftsfamilie für Unverständnis. Die Eltern, Luise und ihr Ehemann führen viele Gespräche. Sie versuchen, immer wieder so gut es geht in Kontakt zu bleiben.

„Der Film zeigt deutlich die Konflikte, die innerhalb dieser deutschen Familie durch Luises Entscheidung entstanden sind. Er nimmt die Themen Religionsfreiheit und Frauenrechte informativ, aufklärend und spannend auf.

Nach dem Abspann blieben die Kinobesucherinnen und -besucher eine Weile schweigen auf ihren Plätzen. Erst nach und nach entwickelte sich ein Gespräch“, heißt es weiter. Bauer habe die Stimmung der Gäste auf und sei noch einmal auf besonders beeindruckende, teilweise bedrückende Szenen des Films eingegangen.

Erst nach und nach habe sich eine Nachbesinnung zwischen den Besucherinnen und den Veranstalterinnen entwickelt. Insbesondere die unparteiisch abgebildete vermeintliche Ohnmacht der Mutter habe die Zuschauerinnen über eigene Grenzen der Toleranz nachdenken lassen. Fragen, die sich konkret auf den Islam oder die Verschleierung von Frauen bezogen, gab Bauer an die muslimischen Besucherinnen weiter. Sie hätten die auf die Religion bezogenen Fragen direkt beantwortet und sie anhand von Beispielen erläutert.

„Für mich ist beeindruckend, dass sowohl die Eltern als auch Luise ihren jeweiligen Standpunkt klar vertreten und sich dabei immer bemühen, die andere Person nicht zu verletzen, sich aber dennoch klar voneinander abgrenzen“, sagte Bauer abschließend.

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Erstellt:
1. Juni 2017, 21:00 Uhr
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