Auf der Suche nach tollen Motiven vom Freibad am Dobben war Tanja Scheer am Mittwochabend nach Holtorf gekommen. Ralf Gilster hatte die Hobbyfotografin gefragt, ob sie nicht Lust hätte, ein paar besondere Fotos zu machen. Foto: Hagebölling

Auf der Suche nach tollen Motiven vom Freibad am Dobben war Tanja Scheer am Mittwochabend nach Holtorf gekommen. Ralf Gilster hatte die Hobbyfotografin gefragt, ob sie nicht Lust hätte, ein paar besondere Fotos zu machen. Foto: Hagebölling

Holtorf 06.06.2020 Von Edda Hagebölling

Freibad begeistert angenommen

Selbst 400 Badegäste am Tag nach Pfingsten sind in Holtorf kein Problem

„Wir überzeugen mit Freundlichkeit und Sauberkeit und haben seit der Eröffnung auch schon viele neue Gesichter ausgemacht.“

Ralf Gilster, Vorsitzender des Fördervereins Holtorfer Freibad, ist überzeugt, dass die Entscheidung, das flächenmäßig größte Bad im Kreis schon einen Tag, nachdem das Land grünes Licht gegeben hatte, zu öffnen, genau richtig war.

„Die Badegäste sind so froh, endlich wieder schwimmen zu können“, so Gilster am Mittwochabend im Gespräch mit der HARKE am Sonntag.

Die Frühschwimmer kommen pünktlich um 9, gegen Mittag sind auch die Schulkinder und Jugendlichen da, und immer wieder kommen Erwachsene, die kurz ihre Bahnen schwimmen wollen, berichtete Gilster weiter. Allein 400 Badegäste habe man am Dienstag nach Pfingsten gezählt. Die Höchstgrenze liegt bei 500.

Sollte die bei anhaltend schönem Wetter erreicht werden, wird man in Holtorf reagieren und das Bad möglicherweise im Zweischichtbetrieb öffnen. Doch bisher ist das nicht nötig.

Das Nadelöhr des Freibades ist der Kiosk mit Eingang, Ausgang, Check in, Check out, Kasse und Pommesverkauf, doch auch hier setzen die jungen Leute, die mit der Arbeit im Freibad ihr Taschengeld aufbessern, und auch die Vereinsmitglieder alles daran, dass die Corona-Auflagen eingehalten werden.

Sind die Badegäste erst im Bad, entspannt sich die Lage ohnehin. Sowohl im Wasser als auch auf der Freifläche sind die vorgeschriebenen Abstände problemlos einzuhalten. Selbst der Sprungturm kann – wie gewohnt – geöffnet werden.

Am Mittwochabend waren neben ein paar Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auch die Schwimmer der Holtorfer Sportvereinigung und die Wasserballer des NSC vor Ort. Hereingeschneit kam außerdem Tanja Scheer mit ihrem Mann. Ralf Gilster hatte die Hobbyfotografin gefragt, ob sie nicht Lust hätte, in Holtorf ein paar besondere Fotos zu machen.

Scheer kennt das Holtorfer Bad noch aus ihrer Jugend. Sich auch gleich wieder heimisch zu fühlen, war kein Problem, schließlich hatte sich kaum etwas verändert. „Wir sind eben total retro“, unterstrich Ralf Gilster die Wahrnehmung der Nienburgerin. Kein Wunder also, dass der erste Blick der Hobbyfotografin auf die Kletterspinne fiel, die seit eh und je auf der Freifläche unweit des ehemaligen Babybeckens steht.

Kiosk-Dienst hatten an diesem Abend Jurjina Alsaid und Celine Bartling. Zu ihren Aufgaben gehörte unter anderem, im Stundentakt die Tische und Stühle des Biergartens zu desinfizieren und nach den Toiletten zu schauen. Handläufe, Duschknöpfe und ähnliches werden dagegen regelmäßig von den Rettungsschwimmern gereinigt.

Wenn es das Wetter zulässt, soll der Biergarten künftig auch von Nicht-Badegästen besucht werden können. Wie das zu bewerkstelligen ist, will Ralf Gilster sich als Nächstes überlegen.

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Erstellt:
6. Juni 2020, 18:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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