Das Nichtschwimmerbecken in Landesbergen soll beispielsweise zugeschüttet und in den Altarm der Weser verlegt werden. Damit wird Landesbergen künftig zu einem reinen Naturbad. Foto: Gero Sommerfeld

Das Nichtschwimmerbecken in Landesbergen soll beispielsweise zugeschüttet und in den Altarm der Weser verlegt werden. Damit wird Landesbergen künftig zu einem reinen Naturbad. Foto: Gero Sommerfeld

Mittelweser 12.12.2019 Von Arne Hildebrandt

Freibäder nicht verhunzen

Guten Tag

Die Freibäder Stolzenau und Landesbergen müssen für 3,4 Millionen Euro saniert werden. Damit die Samtgemeinde Mittelweser einen Zuschuss vom Bund in Höhe von 1,5 Millionen Euro erhält, müssen die Bäder ökologisch und ökonomisch umgebaut werden.

Das hört sich erst einmal gut und vernünftig an. Doch wenn man das schnellgestrickte Konzept für beide Bäder sieht, kann man nur sagen: Bitte nicht so!

Nach Ansicht des Innenministeriums, das den Zuschuss vergibt, ist die Wasserfläche in beiden Bädern zu groß. Und nun sollen die Nichtschwimmerbecken zugeschüttet werden. Landesbergen, dessen Schwimmerbereich ein ehemaliger Arm der Weser ist, soll komplett ein Naturbad werden. Der Nichtschwimmerbereich soll in den Schwimmerbereich integriert werden. Ob das kleinen Kindern und Eltern gefallen wird?

In Stolzenau sollen im Schwimmerbecken drei der sechs 50-Meter-Bahnen einem Nichtschwimmerbereich geopfert werden. Gerade die 50-Meter-Bahnen aber sind ein Vorteil fürs Schwimmtraining und für die morgendlichen Dauerschwimmer. Nicht von ungefähr lockt das Bad jährlich 50.000 Besucher. Und das Nichtschwimmerbecken ist wegen seiner langsam steigenden Wassertiefe bei Kindern und Eltern sehr beliebt.

Die klamme Samtgemeinde Mittelweser ist glücklich über die Bundesförderung. Nur sieben Bäder in Niedersachsen erhalten den Zuschuss. Die Frage ist, ob er wirklich ein Segen ist und ob beide Bäder nicht verhunzt werden und Besucher wegbleiben.

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Erstellt:
12. Dezember 2019, 12:43 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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