Manon Garms DH

Manon Garms DH

Nienburg 16.02.2018 Von Manon Garms

Freiwillig den Fuß vom Gas nehmen

64115. Generell scheiden sich bei dieser Frage die Geister: Die einen halten Tempo 30 für übertrieben, die anderen für notwendig. An so mancher Stelle im Stadtgebiet dürften die meisten Autofahrer aber freiwillig ihren Fuß vom Gas nehmen – weil die Straßen dort schlecht sind. Da die Stadt sich angesichts knapper Kassen keine Sanierung des gesamten Straßennetzes leisten kann, führt sie seit 2007 ein Straßenzustandskataster, mit dem Prioritäten gesetzt werden sollen. Wie [DATENBANK=2354]Michael Pohl[/DATENBANK] vom Sachgebiet Straßenbau im Bauausschuss erklärte, werden die rund 400 Straßen nach bestimmten Kriterien bewertet. Dazu gehören die Fahrbahnqualität, Rissbildungen und Schlaglöcher. „Wir nehmen das Schadensbild in einem fünfjährigen Turnus auf, denn 400 Straßen kann man nicht in einem Jahr erfassen“, so Pohl.

Zu den als schlecht bewerteten Straßen zählen die Rühmkorff- und die Ziegelkampstraße. Bei den Bewertungen wird auch berücksichtigt, wie die Straße genutzt wird. Wenn dort zum Beispiel der Stadtbus fährt, soziale Einrichtungen wie Seniorenheime angesiedelt sind und Schüler sie als Schulweg nutzen, rückt die Straße in der Prioritätenliste nach oben.

Die Straßensanierung konkurriert allerdings mit anderen Maßnahmen, die auch Geld kosten: „Wir haben zu wenig Straßenunterhaltung“, hatte CDU-Fraktionsvorsitzender [DATENBANK=361]Hans-Peter Rübenack[/DATENBANK] kürzlich im Hinblick auf den Haushalt gemahnt. Ob die anderen Fraktionen sich diese Mahnung zu Herzen nehmen?

Zum Artikel

Erstellt:
16. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.