Trainer Florian Kohfeldt hatte es nicht leicht diese Saison. Foto: Martin Meissner/AP POOL/AP

Trainer Florian Kohfeldt hatte es nicht leicht diese Saison. Foto: Martin Meissner/AP POOL/AP

Nienburg 08.07.2020 Von Holger Lachnit

Freude über den Klassenerhalt

Strahlende Gesichter gab es gestern Dienstagmorgen in der HARKE-Redaktion – zumindest bei den Kolleginnen und Kollegen, die von sich behaupten, „lebenslang grün-weiß“ zu sein: Werder Bremen hat den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga geschafft.

Bewusst verkneife ich mir in diesem Zusammenhang eine Formulierung wie „Werder bleibt erstklassig“, denn das, was das Team in den beiden Relegationsspielen gegen Heidenheim abgeliefert hat, war allerhöchstens zweitklassig: In 180 Minuten gelang es Werder gerade einmal, einen Treffer selbst zu erzielen, der Club kassierte zwei Gegentore und darf dennoch dank eines Eigentors weiter in der Bundesliga spielen.

Zur Einordnung der Saison: Die in der regulären Spielzeit erreichten 31 Punkte hätten in den vergangenen fünf Jahren viermal den direkten Abstieg und nur einmal den Relegationsplatz bedeutet.

Doch lassen wir die Corona-Saison hinter uns und blicken nach vorne: Geld für Verstärkungen wird trotz des sich anbahnenden Verkaufs von Milot Rashica in diesem Sommer kaum vorhanden sein. Trainer Florian Kohfeldt muss also weitestgehend mit dem Personal arbeiten, das eine kaum bundesligataugliche Vorstellung abgegeben hat.

Der Blick der Verantwortlichen wird sich also weiter nach unten richten: Das erste Saisonziel muss lauten, mindestens zwei, am besten drei Teams hinter sich zu lassen.

Bitte halten Sie Abstand, damit Sie gesund bleiben.

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Erstellt:
8. Juli 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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