Seit Sommer 2020 arbeitet Jan-Phillip Bruns (links) als Auszubildender bei der Firma Brüggemann Dächer GmbH in Liebenau, hier bei der Arbeit zusammen mit Ausbilder Benjamin Wehenberg. Foto: Landkreis Nienburg

Seit Sommer 2020 arbeitet Jan-Phillip Bruns (links) als Auszubildender bei der Firma Brüggemann Dächer GmbH in Liebenau, hier bei der Arbeit zusammen mit Ausbilder Benjamin Wehenberg. Foto: Landkreis Nienburg

Landkreis 17.04.2021 Von Die Harke

Freude über gute Zusammenarbeit

Trotz Corona viele junge Menschen in Arbeit und Ausbildung gebracht

Der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf ist besonders für junge Menschen im SGB II-Leistungsbezug nicht einfach. Zudem sind seit dem vergangenen Jahr Corona bedingt Job- und Ausbildungsangebote merklich weniger geworden. Trotzdem konnten dank der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Jobcenter Nienburg und der Jugendwerkstatt des Landkreises etliche junge Menschen dieser Zielgruppe einen Ausbildungs- beziehungsweise Berufsplatz finden und sind seit vergangenem Sommer in ihren Betrieben und Weiterbildungseinrichtungen aktiv.

Seit vielen Jahren arbeiten das Jobcenter mit seinem Team u25 für Personen im Alter bis zu 25 Jahren und die Jugendwerkstatt des Landkreises Nienburg bereits erfolgreich zusammen, indem sie junge Menschen bei ihrem Übergang in das Berufsleben unterstützen und begleiten. Im vergangen Jahr hatten 30 Teilnehmende die Jugendwerkstatt verlassen. „16 junge Menschen haben sich während ihrer Zeit bei uns so erfolgreich auf ihren beruflichen Weg vorbereitet, dass sie direkt im Anschluss eine berufliche Perspektive bekommen haben“, erinnert sich Stolle, Teamleiterin bei der Jugendwerkstatt des Landkreises Nienburg. Acht junge Männer und Frauen haben eine Berufsausbildung begonnen, die andere Hälfte hat die Jugendwerkstatt mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche oder einer Anmeldung zur schulischen Weiterbildung verlassen.

„Wir freuen uns, trotz Corona auch für das Jahr 2020 eine positive Bilanz unserer Zusammenarbeit ziehen zu können“, resümiert Wiebke Wanner, Maßnahmenbetreuerin beim Jobcenter. Besonders hervorzuheben sei dabei, dass es den Teilnehmenden trotz der Einschränkungen bedingt durch die Corona-Pandemie ermöglicht werden konnte, berufliche Erfahrungen in Praktika zu sammeln. Das grundlegende Ziel der Zusammenarbeit von Jobcenter und Jugendwerkstatt ist die berufliche Integration junger Menschen unter 25 Jahren in die Ausbildungs- und Arbeitswelt. Dabei findet die Vermittlung einzelballbezogen zwischen den persönlichen Ansprechpartnern des Jobcenters und der Sozialpädagogen der Jugendwerkstatt statt. Durch einen regelmäßigen Informationsaustausch wird gemeinsam an einer zielorientierten und individuellen Planung für die Teilnehmenden gearbeitet. Insgesamt wurden auf diese Weise in den vergangenen drei Jahren 115 Teilnehmende gefördert, von denen über die Hälfte in Arbeit oder Ausbildung gingen, eine schulische Weiterbildung oder eine Einstiegsqualifizierung begannen.

Die Jugendwerkstatt ist ein niedrigschwelliges, fachliches Qualifizierungs- und Orientierungsangebot des Landkreises Nienburg. Das mit den Leistungen der Jugendhilfe verzahnte Angebot, welches durch den Europäischen Sozialfonds (EFS) gefördert wird, verfolgt das Ziel der beruflichen und sozialen Integration junger Menschen im Alter von 14-27 Jahren. Im Rahmen einer Integrationsstrategie erfolgt unter sozialpädagogischer Betreuung eine schrittweise Heranführung an die Ausbildungs- und Arbeitswelt. „Im Fokus steht die Entwicklung einer realistischen Lebensperspektive und die berufliche Orientierung. Zudem können individuelle Problemlagen behandelt, Schlüsselqualifikationen vermittelt, schulische Defizite und Sprachkenntnisse aufgearbeitet werden“, beschreibt Marina Stolle. Innerhalb drei verschiedener Arbeitsfelder werden unter fachlicher Anleitung theoretische als auch praktische Kenntnisse vermittelt. In den Bereichen „Garten- und Landschaftsbau“, „Holzwerkstatt, Metall- und Fahrzeugtechnik“ und „Soziale Dienstleistungen“ werden die Teilnehmenden an fünf Werktagen pro Woche an eine Tages- und Arbeitsstruktur sowie betriebsnahe Abläufe herangeführt.

Das Angebot der Jugendwerkstatt ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Eine Beratung kann über die persönlichen Ansprechpartner des Jobcenters erfolgen oder direkt in der Jugendwerkstatt unter Telefon (0 50 21) 91 71 40.

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Erstellt:
17. April 2021, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 35sec

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