Sprachen über das Friseurhandwerk in den Landkreisen Nienburg und Diepholz (von links): Patrick
Rasche, Anja Kapteina, Holger Hartendorf, Tanja Strohmeyer und Ulrike Jäckel. PDA

Sprachen über das Friseurhandwerk in den Landkreisen Nienburg und Diepholz (von links): Patrick Rasche, Anja Kapteina, Holger Hartendorf, Tanja Strohmeyer und Ulrike Jäckel. PDA

Neulohe 16.05.2019 Von Birgit Andermann

Friseure suchen für August noch Auszubildende

Innungen wenden sich gegen Vorurteile und verweisen auf steigende Löhne ab August

Die Friseur-Innungen in den Landkreisen Nienburg und Diepholz trafen sich zu ihren Innungsversammlungen im „Neuloher Hof“. Die Obermeister Holger Hartendorf (Nienburg) und Tanja Strohmeyer (Varrel) erläuterten, dass die Friseure häufig in der Diskussion stünden, wenn es um Dumpinglöhne gehe. Dann würden teilweise Löhne genannt, die nicht der Realität entsprächen. Im Friseurhandwerk gäbe es Tarifverträge. Jeder Salon, der in der Handwerksrolle eingetragen sei, müsse die Löhne laut Tarifvertrag zahlen, berichteten Holger Hartendorf und Tanja Strohmeyer. Denn Betriebe würden regelmäßig vom Zoll und dem Finanzamt geprüft, sagten die Obermeister. Sie sagten, dass der Stundenlohn derzeit 11,70 Euro und von August an je nach Lohngruppe bis zu 16,30 Euro betrage. Dabei stünden die Allgemeinen Verbindlichkeiten des Tarifvertrages im Vordergrund.

Im Tarifvertrag sei festgelegt, dass alle Betriebe die tariflichen Gehälter zahlen müssen, unabhängig davon, ob sie Mitglied der handwerklichen Verbände sind oder nicht. Das Friseurhandwerk sei für Jugendliche, Mädchen wie Jungen, nach wie vor ein interessanter Ausbildungsberuf, sagten Strohmeyer und Hartendorf und wiesen darauf hin, dass noch Auszubildende zum 1. August gesucht werden.

Interessierte könnten ein Praktikum in den 90 Innungsbetrieben in den Landkreisen Nienburg und Diepholz absolvieren. Dabei ließe sich herausfinden, ob der Beruf der richtige ist. Eine Grundvoraussetzungen sei Spaß und Freude an der Arbeit mit Menschen. Bei Eignung bestehe die Möglichkeit, nach bestandener Gesellenprüfung übernommen zu werden.

Zurzeit würden in den Salons in beiden Landkreisen 75 Frauen und Männer ausgebildet. Auf Einladung der AOK referierte abschließend Martin Bartsch aus Stolzenau über das Thema „Osteopathie – eine ganzheitliche Behandlungsmethode“.

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Erstellt:
16. Mai 2019, 14:15 Uhr
Lesedauer:
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