Im Landkreis Nienburg sind fünf weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Foto: peterschreiber.media - stock.adobe.com

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Landkreis 01.02.2021 Von Sebastian Schwake

Fünf weitere Coronatote und 34 Neuinfektionen

Inzidenzwert steigt im Landkreis Nienburg auf 230,7 / Größerer Coronaausbruch in Stolzenauer Pflegeeinrichtung

Im Landkreis Nienburg sind fünf weitere Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. So viele waren es noch nie innerhalb von 24 Stunden.

Nach Angaben von Landkreispressesprecher Michael Duensing habe es sich dabei um mehrfach vorerkrankte und betagte Personen gehandelt. Damit sind bislang 63 Menschen aus dem Kreisgebiet an oder mit dem Virus gestorben. Zudem stieg der Inzidenzwert um mehr als 23 auf nunmehr 230,7. Der Grund dafür sind 34 gestern Abend gemeldete Neuinfektionen.

Darunter ist ein größerer Coronaausbruch im Pflegeheim „Kleine Geest“ in Stolzenau. Dort sind insgesamt 23 Bewohner und vier Pflegekräfte positiv auf das Virus getestet worden. Aufgrund der positiven Coronavirusfälle hat der Landkreis ein sofortiges Besuchsverbot für das Pflegeheim verhängt.

Aktuell infiziert sind im Landkreis 492 Menschen mit dem Virus. Die Zahl bestätigter Fälle stieg auf 2157. Die Zahl der Genesenen stieg auf 1.602. Aktuell in Quarantäne sind 1356 Kreis-Nienburger. Bislang haben 2.452 Bewohner aus dem Landkreis die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. 991 davon haben auch bereits die notwendige Zweitimpfung bekommen.

Der Landkreis Nienburg hatte am Montag nach Angaben des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA) mit 206,8 den zweithöchsten Inzidenzwert in Niedersachsen – nur der Landkreis Uelzen hatte mit 245,7 einen noch höheren. Dieser Wert des NLGA ist rechtlich-bindend für die Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen.

Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es vier weitere Todesfälle. Ein 70-jähriger Mann aus Lübbecke und ein 71-jähriger Mann aus Espelkamp sowie zwei Frauen aus Petershagen, eine 90-Jährige und eine 97-Jährige, starben an oder mit dem Virus. Zugleich stieg die Zahl der Neuinfektionen gegenüber Sonntag um 23. Aktuell infiziert sind 1235 Menschen (Inzidenzwert: 103,7). Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf 9483.

Die Kreisverwaltung in Diepholz meldet fünf Neuinfektionen gegenüber Samstag, als das letzte Mal Zahlen von der Kreisverwaltung übermittelt worden sind. Aktuell infiziert sind 91 Menschen (Inzidenzwert: 55,3). Bislang gibt es 4124 bestätigte Fälle.

Im Heidekreis ist eine weitere Person in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Nach Angaben der Heidekreisverwaltung starb die Person an oder mit dem Virus. Gemeldet worden sind acht weitere Coronafälle. Aktuell infiziert sind 142 Menschen (Inzidenzwert: 20,6). Bislang gibt es 2048 bestätigte Infektionen.

Im Landkreis Verden gibt es seit vergangenem Freitag, als die Kreisverwaltung letztmals Zahlen übermittelt hatte, 18 neue Coronavirusfälle. Infiziert sind derzeit 86 Menschen (Inzidenzwert: 34,4). Es gibt bislang 2510 bestätigte Infektionen.

In der Region Hannover sind 65 neue Infektionen hinzugekommen. Aktuell infiziert sind in der Region 2968 Menschen (Inzidenzwert: 121,8). Bislang gibt es 26789 bestätigte Coronavirusfälle.

Im Landkreis Schaumburg gibt es gegenüber Sonntag vier Neuinfektionen. Infiziert sind derzeit 218 Menschen (Inzidenzwert: 74,8). Bislang gibt es 2544 Infektionen.

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Erstellt:
1. Februar 2021, 18:25 Uhr
Lesedauer:
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Hedda Freese 01.02.202123:04 Uhr

Die Situation im Landkreis ist erschreckend und wirft Fragen auf. Wie kann es sein, dass nach Wochen des Lockdowns die Zahlen so ansteigen und in einem solchen Tempo? Ist eine Mutation im Landkreis angekommen? Überall gehen die Zahlen runter und hier gehen sie rauf. Vor allem die steigende Zahl von Todesfällen ist schrecklich. Warum gelingt es nicht die besonders gefährdeten Gruppen besser zu schützen? Was läuft hier im Krankenhaus und in den Pflegeeinrichtungen schief und in anderen Landkreisen besser? Auch im Interesse der vielen Menschen, die sich strikt an die REgeln halten und mit Unverständnis auf die Zahlen blicken, wäre ein bisschen mehr Transparenz wünschenswert.


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