Der Wasserverband "Nienburg-Süd" hat mit einer neuen Leitung die Trinkwasserversorgung des Gewerbegebietes Lavelsloh sichergestellt. Das war vor allem mit Blick auf weitere Ansiedlungen notwendig. Heckmann

Der Wasserverband "Nienburg-Süd" hat mit einer neuen Leitung die Trinkwasserversorgung des Gewerbegebietes Lavelsloh sichergestellt. Das war vor allem mit Blick auf weitere Ansiedlungen notwendig. Heckmann

Diepenau/Lavelsloh 21.11.2016 Von Die Harke

Für Neu-Ansiedlungen gerüstet

Trink- und Löschwasserversorgung im Gewerbegebiet Lavelsloh deutlich aufgewertet / Bahn war spezielle Hürde

Uchtes Samtgemeindebürgermeister [DATENBANK=3688]Reinhard Schmale[/DATENBANK] und seine ehrenamtliche Kollegin des Fleckens Diepenau, [DATENBANK=190]Annegret Trampe[/DATENBANK], ließen sich auch von drei Grad, Matsch und Nieselregen die Laune nicht verderben: Während Unternehmensansiedlungen vielerorts stagnieren, ist das Interesse am Gewerbegebiet Lavelsloh ungebrochen. Nun ist auch die Frage der Trink- und Löschwasserversorgung optimal gelöst. Letzter Knackpunkt war die Unterquerung der Museumsbahnlinie Uchte-Rahden. Diese Hürde wurde nach erheblichen Verzögerungen schließlich mit einem speziellen Bohrgerät genommen, ohne den Bahnverkehr zu beeinträchtigen.

Schnelle und unbürokratische Lösung

Ergiebige grundwasserführende Schichten sind in der Samtgemeinde Uchte nicht überall problemlos erreichbar. Im Bereich des Gewerbegebiets Lavelsloh behalf man sich mit Blick auf den Brandschutz darum mit einem großen Löschteich. Um angesichts der wachsenden Zahl ansiedlungswilliger Unternehmen und vor dem Hintergrund der teuren Pflege eines Löschteichs zukunftssicher aufgestellt zu sein, planten die Gemeinde und der Wasserverband „Nienburg-Süd“ die Erschließung des Gewerbegebiets mit einer zusätzlichen Trinkwasserleitung.

Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Kreisverband für Wasserwirtschaft, lobt die „schnelle und unbürokratische“ Arbeit des Fleckens Diepenau: „Wir sind uns schnell einig geworden. Die Gemeinde übernimmt 90.000 Euro als Kostenanteil für die Löschwasserversorgung. Das ist fair.“ Von der schnellen Umsetzung profitiert auch die Kommune, betonte Bürgermeisterin Trampe: „Die neue, rund 1.500 Meter lange Trinkwasserleitung ist aus PE.

Lösung für Bahnunterquerung ist schwierig

Ein sehr dauerhaftes Material, das aber nur von wenigen Unternehmen hergestellt wird. Weil Versorger und Gemeinde an einem Strang gezogen haben, hat der Wasserverband beim Einkauf einen deutlichen Preisvorteil erreicht, den er direkt an uns weitergegeben hat.“ „So etwas geht nur mit einem kommunalen Partner aus der Region“, ist auch Samtgemeindebürgermeister Reinhard Schmale überzeugt. „Man spricht einmal miteinander, und dann kriegt man das auch hin!“

Dass die Zusammenarbeit zwischen Entscheidungsträgern auch deutlich zäher verlaufen kann, zeigt der Blick auf die beschriebene Bahnunterquerung. Probleme gab es nicht mit dem Verein, der die beliebte Touristenbahn betreibt, sondern mit der Verwaltung der Deutschen Bahn. Joachim Oltmann: „Ob da alle zehn Minuten ein Intercity langdonnert oder zweimal am Tag ein Triebwagen mit Tempo 30 – das ist eine öffentliche Bahnlinie, und damit wird ohne Blick auf die Realitäten vor Ort nach Schema F vorgegangen. Schnell und unkompliziert läuft da gar nichts!“

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Erstellt:
21. November 2016, 21:00 Uhr
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