Trafen sich zum Gespräch: EHAP-Beraterin Marthe Nietfeld, Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner, Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers und die Leiterin des Fachbachbereichs I, Nadine Schlier (von links). Foto: Samtgemeinde Liebenau

Trafen sich zum Gespräch: EHAP-Beraterin Marthe Nietfeld, Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner, Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers und die Leiterin des Fachbachbereichs I, Nadine Schlier (von links). Foto: Samtgemeinde Liebenau

Liebenau 26.09.2020 Von Die Harke

Für benachteiligte EU-Zugewanderte

MdB Marja-Liisa Völler: EHAP-Projekt in Liebenau kann bis 2022 gefördert werden

Die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers (SPD) besuchte kürzlich das EHAP-Projekt „BIBA Land - Beraten, Integrieren, Begleiten, Ankommen in der Mitte Niedersachsens“ in Liebenau. Hauptprojektträger ist der Nienburger Verein Herberge zur Heimat. Nun ist klar: Das Projekt kann bis 2022 gefördert werden.

Dazu die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers: „Die Möglichkeit der Verlängerung der Förderung des Projekts ist eine großartige Neuigkeit. Dass unser Landkreis weiterhin so umfassend gefördert werden kann, freut mich riesig. Ich habe mich bereits in der Vergangenheit für die Förderung eingesetzt und mich vor Ort in Liebenau sowie beim Verein Herberge zur Heimat als Hauptprojektträger in Nienburg von der wertvollen Arbeit des BIBA Land-Teams überzeugt“, so Völlers.

Teamleiterin Marthe Nietfeld fügt hinzu: „Das Projekt hat sich mittlerweile gut etabliert, die Nachfrage ist enorm hoch und kann in dieser Form nur über die Förderung gedeckt werden. Knapp die Hälfte aller Zugewanderten im Landkreis Nienburg kommt aus dem europäischen Ausland, fast ein Viertel von ihnen lebt in Liebenau. Damit nimmt die Samtgemeinde landkreisweit eine gewisse Sonderstellung mit besonderen Herausforderungen ein. Umso mehr hat uns natürlich die Nachricht über die Möglichkeit der Projektverlängerung gefreut.“

Etwa 500 Personen aus der Europäischen Union leben in Liebenau, berichten die Mitarbeitenden. Das Beratungsteam bietet eine Art „Brückenfunktion“. Ratsuchende aus dem europäischen Ausland erhalten eine erste Orientierung und Unterstützung bei der Inanspruchnahme von bereits bestehenden Angeboten. Das EHAP-Projekt ist ein Kooperationsverbund mit dem Verein Herberge zur Heimat, der Stiftung Bethel Diepholz sowie dem Haus der Generationen Stolzenau.

Der EHAP (Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen) unterstützt Projekte für besonders benachteiligte neuzugewanderte EU-Bürgerinnen und -Bürger. Im EHAP Kooperationsverband BIBA Land beraten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen EU-Zugewanderte und deren Kinder bis sieben Jahre.

Das Konzept beinhaltet die Vernetzung mit örtlichen Institutionen und Diensten, um besonders Benachteiligte an das Hilfesystem anzubinden. Außerdem sollen über Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit Vorurteile gegen die beschriebenen Personengruppen abgebaut werden.

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Erstellt:
26. September 2020, 05:11 Uhr
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