Die Mitfahrer der Critical-Mass-Fahrradtour kennen sich aus. Die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung werden bekannt gegeben und eingehalten. Der Verband wechselt jeweils nach kurzer Zeit die Fahrtrichtung – das nächste Mal am 25. September. Foto: ADFC

Die Mitfahrer der Critical-Mass-Fahrradtour kennen sich aus. Die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung werden bekannt gegeben und eingehalten. Der Verband wechselt jeweils nach kurzer Zeit die Fahrtrichtung – das nächste Mal am 25. September. Foto: ADFC

Nienburg 17.09.2020 Von Die Harke

Für besseren Fahrradverkehr

Wiederaufnahme der Critical-Mass-Touren in Nienburg am 25. September um 17 Uhr

Für mehr Aufmerksamkeit für den Fahrradverkehr wollen die Teilnehmenden der ersten Critical Mass in diesem Jahr in Nienburg am 25. September werben.

Bei dieser weltweiten Aktion am letzten Freitag eines jeden Monats setzen sich Radfahrer für mehr Akzeptanz des Fahrradverkehrs ein. Eingefordert werden gerecht verteilte und angemessene Verkehrsflächen für alle Verkehrsteilnehmer.

„Durch bloßes Fahren mit Fahrrädern auf den Verkehrswegen will man die Bedeutung des Fahrradverkehrs als eine Variante des Individualverkehrs unterstreichen“, schreibt der Allgemeinde Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in einer Mitteilung.

„Das Fahrrad hat auch in Nienburg an Bedeutung gewonnen“, sagt Berthold Vahlsing vom ADFC. „Leider haben sich die Verkehrswege aber nicht ausreichend mitentwickelt.“ Man wolle sichere und attraktive Fahrradwege in der Kreisstadt. Konzepte gäbe es seit geraumer Zeit. Es hapere aber massiv an der Umsetzung. „Wir halten deshalb die Aktion für richtig und rufen zur Teilnahme auf.“

Der innerstädtische Verkehr sei eindeutig autolastig, meint der Verband. Selbst für kurze Fahrten aus den Ortsteilen oder mal eben um die Ecke zum Bäcker würde der Pkw bevorzugt. Gründe lägen bei den wenig einladenden Verkehrsführungen, den mäßigen Radwegen, ungünstigen Ampelschaltungen und der nicht ausreichenden Sicherheit auf den Verkehrsflächen. Radfahrer würden vom Kraftfahrzeugverkehr als Verkehrshindernis angesehen.

Bedränge Radfahrer nähmen dann bei der nächsten Tour womöglich auch das Auto. Es müsse ein Umdenken erfolgen, unterstreicht der Verein. Für Klimaschutz und Verkehrswende könne man sich in Nienburg sehr viel deutlicher positionieren. Die Aktion wird unterstützt vom BUND, Bündnis 90/Die Grünen und vom ADFC.

Start für die Critical Mass ist in Nienburg üblicherweise der Goetheplatz um 17 Uhr. Kommen 16 Radfahrer zusammen, sind sie ein Verband und fahren auf der Straße nebeneinander. Bleibt man unter der Mindestzahl, werde brav hintereinander gefahren. Hält die Gruppe an, muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Autofahrer werden um Rücksicht gebeten.

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Erstellt:
17. September 2020, 16:13 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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