Nikias Schmidetzki DH

Nikias Schmidetzki DH

Landkreis 09.11.2017 Von Nikias Schmidetzki

Für den Martin und den Martin

Wann und warum wird gesungen?

Sie kommen wieder. Mit Einbruch der Dunkelheit und meist in kleinen Gruppen, Verzweifelte sogar allein. Die Ausbeute kann sich am Ende sehen lassen. Bunte Bonbons, Gummibärchen, Schokoriegel – und zwischendrin zerbröselte Kekse. Aber warum gehen Kinder heute Abend singend von Haus zu Haus? Morgen, am 11. November, ist doch der eigentliche „Martinstag“, gewidmet dem Bischof Martin von Tours, der als Soldat einen Teil seines Mantels einem unbekleideten Mann gegeben haben soll. Und so gehen in einigen Regionen Deutschlands aus diesem Anlass – meist ohne ihn zu kennen – Kinder zum Martinssingen. „Matten, Matten, Meeren“ und „Ich bin ein armer König“ sind bekannte Lieder dazu.

Der 10. November hingegen war der Geburtstag Martin Luthers. Daher rührt das Martini-Singen – als evangelischer Brauch hier weit verbreiteter. Nur die traditionellen Lieder singt heute Nachmittag und Abend wohl kaum einer: Klassiker wie „Ein feste Burg ist unser Gott“ etwa. Erinnern soll der Brauch auch an frühere Landarbeiter, die zum Winter entlassen wurden und aufs Betteln angewiesen waren.

Mit Liedgut des Martinssingens am Datum des Martini-Singens sowie einer ordentlichen Portion Halbwissen ziehen in unseren Gefilden die meisten Gruppen also zu einer Art Mischmasch los.

Luther wurde übrigens am 11. November 1483 getauft und erhielt deshalb den Namen des Tagesheiligen – Martin von Tours.

Warum gehen die Kinder eigentlich Martinssingen? Wir haben die Frage geklärt. DH

Warum gehen die Kinder eigentlich Martinssingen? Wir haben die Frage geklärt. DH

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Erstellt:
9. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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