Freude nach Übergabe der Zertifikate an die glücklichen Absolventinnen.  Foto: Mundt

Freude nach Übergabe der Zertifikate an die glücklichen Absolventinnen. Foto: Mundt

Nienburg 01.11.2020 Von Die Harke

Für ein würdiges Leben bis zuletzt

Palliativstützpunkt Nienburg und Pflegepioniere Oldenburg boten erstmals gemeinsam Palliativ-Care-Kurs an

Erstmalig bot der Palliativstützpunkt Nienburg und Umgebung zusammen mit den Pflegepionieren aus Oldenburg als Bildungsträger einen Palliativ-Care-Ausbildungskurs im Umfang von 160 Stunden in Nienburg an. Die Fortbildung fand einmal wöchentlich ganztägig für die Teilnehmerinnen – Fachkräfte der Krankenpflege und der Altenpflege – statt.

Die Corona-Pandemie stellte im Frühjahr eine ungeplante Herausforderung dar, mussten doch einige Termine abgesagt und dann nach Lokalitäten gesucht werden, die genügend Platz boten, um die Abstandsregeln beachten zu können. Dankbar nahm man für einige Wochen das Angebot der Vita-Akademie an, im Anschluss ging es bei Fundus Aktiv weiter, einer der Veranstaltungstage fand in der Helios-Klinik statt.

Vermittelt wurden im Kurs nicht nur Fachwissen und praktische Anregungen für den Arbeitsalltag mit schwerkranken und sterbenden Menschen, sondern auch Themen wie zum Beispiel die Azung mit Sterben, Tod und Trauer, die Betreuung der betroffenen Patienten und Angehörigen und Fragen zu rechtlichen, ethischen und kultursensiblen Aspekten wurden bearbeitet.

Die Teilnehmerinnen kamen aus unterschiedlichen Einrichtungen, zum Beispiel der Helios-Klinik, verschiedenen Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten. Mit der Übergabe der Zertifikate durch Kursleiterin Daniela Wilhelm ist die Weiterbildung für die neuen Palliativ-Care-Fachkräfte Ende Oktober zu Ende gegangen.

Mechthild Schmithüsen und Annette Mundt überbrachten Glückwünsche des Palliativstützpunktes an die Absolventinnen Natascha Allen, Anette Blome, Heidi Blume, Annegret Busse, Andrea Isensee, Merle Krößmann, Sonja Miklis, Rita Otto und Carola Walther. Der Pflegenotstand trägt dazu bei, dass beim Palliativstützpunkt zurzeit der Bedarf an Kooperationen mit Pflegediensten im Landkreis und insbesondere der Stadt Nienburg nicht gedeckt werden kann.

Die Hoffnung ist, dass sich die Situation durch die neu ausgebildeten Palliativ-Care-Fachkräfte etwas entspannt. Der Wunsch von schwerstkranken Menschen, ihre letzte Lebensphase in der häuslichen Umgebung zu verbringen, ist nach wie vor groß. Um diesen Wunsch sowohl den Patientinnen als auch den Angehörigen zu erfüllen, unterstützen die Mitarbeiterinnen des Palliativstützpunktes Nienburg die Familien mit ihrer Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV).

Das Ziel der Versorgung ist ein selbstbestimmtes, symptomkontrolliertes und würdiges Leben bis zuletzt.

Auch im nächsten Jahr wird der Palliativstützpunkt in Nienburg einen Palliativ-Care-Kurs für Fachkräfte organisieren, wenn sich genügend Interessentinnen dafür anmelden. Auskünfte dazu werden erteilt unter der E-Mail-Adresse info@palliativ-nienburg.de oder per Telefon unter 05021/ 6500500.

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Erstellt:
1. November 2020, 07:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

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