Elisabeth Weinberg lebte mit ihrer Familie in der Hafenstraße in Nienburg. Am 28. März 1942 wurde sie ins Konzentrationslager verschleppt und ermordet.Foto: Runder Tisch

Elisabeth Weinberg lebte mit ihrer Familie in der Hafenstraße in Nienburg. Am 28. März 1942 wurde sie ins Konzentrationslager verschleppt und ermordet.Foto: Runder Tisch

Nienburg 08.08.2020 Von Die Harke

Für engagierte junge Leute

Runder Tisch lobt erneut den Elisabeth-Weinberg-Preis aus

Der Runde Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt ruft auch in diesem Jahr dazu auf, Vorschläge für den Elisabeth-Weinberg-Preis einzureichen. Der Jugendpreis in Stadt und Landkreis Nienburg wird an Jugendliche vergeben, die für ein gleichberechtigtes Zusammenleben und gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung von Menschen in Stadt und Landkreis Nienburg eintreten.

Elisabeth (‚Liesel‘) Weinberg wurde am 30. März 1922 in Hannover geboren, lebte aber mit ihrer Familie in Nienburg, die in der Hafenstraße eine Viehhandlung betrieb. Am 28. März 1942 wurde Elisabeth gemeinsam mit ihren Eltern und 16 weiteren Nienburgerinnen und Nienburgern jüdischen Glaubens in eines der zahlreichen Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Sie wurde nur 19 Jahre alt.

„Das Verfahren, Vorschläge einzureichen, ist einfach. Neben der Namensnennung reicht die Kurzbeschreibung des Engagements beziehungsweise eine kleine Dokumentation aus. Näheres ist auf der Homepage unter www.elisabeth-weinberg-preis.de nachzulesen. Für die jungen Menschen, die vorgeschlagen, vielleicht sogar ausgezeichnet werden, bedeutet dies große Motivation und Anreiz. Die Jugendlichen können sich aber auch selbst um den Preis bewerben, einzeln, als Gruppe oder als Schulklasse“, so der Runde Tisch.

Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird durch bürgerschaftliches Engagement ermöglicht. Daher dankt der Runde Tisch denjenigen, die den Preis tragen. Neben der Stadt und dem Landkreis Nienburg, sind dies der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis, die Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg, die Werner-Ehrich-Stiftung und der Runde Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt. Als Träger neu hinzugekommen ist WABE – Weser-Aller-Bündnis für Demokratie und Zivilcourage.

Schirmherren sind der Bürgermeister der Stadt Nienburg, Henning Onkes, und der Landrat des Landkreises Nienburg, Detlev Kohlmeier. Verliehen wird der Preis im Rahmen des Gedenkens zum 9. November.
Vorschläge für den Elisabeth-Weinberg-Preis bitte bis zum 30. September senden an: Landkreis Nienburg, Vorzimmer des Landrates, Kreishaus am Schlossplatz, 31582 Nienburg, E-Mail: landrat@kreis-ni.de

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Erstellt:
8. August 2020, 17:00 Uhr
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