Steimbke 04.05.2017 Von Die Harke

Für ertragreiche Waldbestände

Forstamtliche Standortkartierungen in den Gemarkungen Lichtenhorst, Steimbke und Rodewald

Der Geschäftsbereich Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen wird im Laufe dieses Jahres die im vergangenen Jahr im LWK-Forstamtsbereich Nordheide-Heidmark begonnene forstliche Standortkartierung in den Bezirksförstereien Neustadt und Steimbke fortführen. Das diesjährige Kartiergebiet erstreckt sich dabei hauptsächlich über die Gemarkungen Lichtenhorst, Steimbke und Rodewald sowie Randbereiche der Gemarkungen Stöckse, Wenden, Wendenbostel, Noepke und Laderholz. Die beiden Forstbetriebsgemeinschaften unterstützen die Kartierungsarbeiten, heißt es in einer Pressemitteilung des Forstamtes.

Zum Sinn und Zweck schreibt das Forstamt: „Die forstliche Standortkartierung ist eine wesentliche Grundlage der waldbaulichen Planung. Primäres Ziel der Standortkartierung ist die Erfassung der für das Waldwachstum relevanten natürlichen Bedingungen, um den privaten Waldbesitzern eine wichtige Grundlage für die Waldbewirtschaftung zur Verfügung zu stellen.

Der Kartierer beurteilt daran die drei Kriterien Wasserverhältnisse, Nährstoffversorgung und geologische Schichtung/ Substratverteilung. Letztere gibt Auskunft, ob sich etwa nur Nährstoff in der obersten Schicht, vielleicht nur in der untersten Schicht oder gleichmäßig über den gesamten Bodenraum verteilen. Von der Nährstoffverteilung im Boden ist ganz wesentlich abhängig, welche Baumart auf einem bestimmten Standort am besten wachsen kann.

Die Standortkartierung trägt dazu bei, stabile und auch ertragreiche Mischbestände auf den jeweils geeigneten Standorten zu begründen. Neben einer Stabilisierung der Bestände gegen Sturm, Feuer und Insekten erfüllt ein Wald aus standortgerechten Baumarten darüber hinaus in der Regel auch die Schutz- und Erholungsfunktion in hohem Maße. Nicht zuletzt liefert sie wichtige Basisdaten zur Auswirkung des Klimawandels auf unsere Wälder und zum Bodenschutz.

Die forstliche Standortkartierung ist eine Aufgabe der LWK Niedersachsen von öffentlichem Interesse und wird durch das Land finanziert. Die Kartierarbeiten beginnen voraussichtlich am 22. Mai. Die dazu erforderlichen Bodenuntersuchungen in den Privatwäldern werden überwiegend mittels Handbohrungen vorgenommen, die entlang befahrbarer Wege und Schneisen zuvor durch Baggeraufgrabungen vorerkundet werden, weil die Waldbäume viel tiefer in den Boden hineinwurzeln als andere Kulturpflanzen. Bei Bedarf ist das Verfüllen der offen gelassenen Bodeneinschläge durch den Waldbesitzer als Eigenleistung erwünscht. Sofern Zeit und Möglichkeit gegeben sind, wird die größte Anzahl der Bodeneinschläge allerdings weitestgehend wieder mit dem Bagger verfüllt.“

Die Ergebnisse werden vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), als zuständige Behörde, in das Niedersächsische Bodeninformationssystem (NIBIS) übernommen.

Waldbesitzer, die mit der Durchführung dieser Maßnahme in ihren Wäldern nicht einverstanden sind, sollten das dem LWK-Forstamt Nordheide-Heidmark, Albrecht-Thaer-Straße 6a, 27432 Bremervörde, bis zum 19. Mai per Post oder per E-Mail an FoA.Nordheide-Heidmark@LWK-Niedersachsen.de unter Angabe der Lagebezeichnung (Gemarkung, Flur, Flurstück) mitteilen.

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Erstellt:
4. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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