Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

13.08.2015 Von Stefan Reckleben

Funde selten, Hoffnung groß

Da graben Archäologen von gleich fünf Universitäten abwechselnd oder zumindest mehrere gleichzeitig im Kreis Nienburg nach Spuren der Steinzeitmenschen. Darauf ist der Landrat mächtig stolz. Schließlich steht der Kreis in einem ziemlich großen Steinzeit-Interesse.

Und das hat in der Tat Ergebnisse zutage befördert, die die Wissenschaft hat aufhorchen lassen. Da ist nicht nur das altsächsische Gräberfeld bei Liebenau, das bundesweit erste greifbare Resultate zur Siedungs-und Lebenskultur der Altsachsen zutage förderte mit Handelsbeziehungen über die Weser bis nach Köln am Rhein (!).

Es sind auch Monolithgräber. Bauwerke einer frühsteinzeitlichen Epoche. Was indes fehlt und was die Fachwelt wie bei den Altsachsen elektrisiert, sind stets Funde, die auf die Lebensweise vor bis zu 5000 Jahren schließen lassen. Da ist die Hoffnung allerdings genau so groß wie bisherige Funde selten sind.

Dennoch. Der Landkreis scheint Teil einer Grenzregion gewesen zu sein, wo sich die südlichen Steinzeitmenschen eher mit Ackerbau, Viehzucht und Sesshaftigkeit beschäftigten als die aus dem Norden bis nach Skandinavien hinein. Die Müsleringer Grabung und das Monolithgrab am Giebichenstein bei Stöckse legen davon Zeugnis ab, jetzt offenbar auch das Monolithgrab im Grinderwald (Seite 20/21). Wer weiß, vielleicht graben die Studenten dort Erkenntnisse aus, die Wissenschaftler dazu veranlassen,in der Grenzregion noch genauer zu forschen.

Ob das den Landrat noch mehr freut?

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Erstellt:
13. August 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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