Hunde sind leichter zu vermitteln.

Hunde sind leichter zu vermitteln.

22.03.2015

„Fundtiere unbedingt melden“

Tierheim Drakenburg: Hunde wegen der Chip-Pflicht deutlich leichter zu vermitteln

Drakenburg. Allein in den ersten zweieinhalb Monaten des neuen Jahres erreichten das Tierheim Drakenburg 27 Fundhunde. 25 davon konnten wieder an ihre Besitzer übermittelt werden. Tatsächlich war ein Großteil der Tiere gechipt und registriert. „Leider waren es aber meistens die älteren Hunde, die keinen implantieren Chip trugen. In diesen Fällen wurden die Besitzer über die Zeitung und das Internet ermittelt. Das Tierheim möchte in diesem Zusammenhang wiederholt auf die seit Jahren gültige Chip- und Registrierungspflicht bei Hunden hinweisen“ so Carlheinz Romann, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Tierheims „Drakenburger Heide“.

„Bei Fundkatzen ist die Anzahl ähnlich. Leider ist die Rückführungsquote bei Katzen nicht sehr hoch, da bei diesen keine Chippflicht besteht und sich für Katzen in den meisten Fällen kein Besitzer meldet bzw. finden lässt“, fährt Romann fort.

Und schreibt weiter: Leider ist es oft noch so, dass viele entlaufene, aber auch zugelaufene Tiere dem Tierheim nicht gemeldet werden. Daher unsere Bitte: Melden Sie jedes zugelaufene Tier. Prinzipiell ist die Unterscheidung zwischen verloren gegangenem und herrenlosem Tier folgendermaßen zu bewerten: Verloren gegangene Tiere haben meistens ein eindeutiges Erkennungsmerkmal wie Halsband, implantierter Microchip oder Tätowierung im Ohr, sind menschenbezogen und in einem gepflegten Allgemeinzustand.

Bei Hunden ist dieses zu 90 Prozent eindeutig. Schwieriger ist die Unterscheidung bei Katzen. Dort kann in vielen Fällen nur über das Verhalten der Katzen unterschieden werden, ob sie als verloren gegangen, also als Fundtiere, oder als sogenannte Streuner- bzw. Straßenkatzen gelten.

„Man sollte bedenken“, so Romann, „dass besonders Freigängerkatzen ein weitreichendes Revier haben. Bevor Sie also eine Katze einsammeln, bitte immer in der Nachbarschaft fragen, ob das Tier bekannt ist. Des weiteren sollte man, bevor das Tier zum Tierheim gebracht wird, das Tierheim anrufen. Vielleicht ist das Tier schon bekannt oder als vermisst gemeldet.“

„Innerhalb der Öffnungszeiten ist das Tierheim immer telefonisch zu erreichen. Wenn man beim ersten Mal keinen Erfolg hat, bitte ein weiteres Mal probieren. Außerhalb der Öffnungszeiten bitten wir darum, auf den Anrufbeantworter zu sprechen und das Anliegen und eine Rückrufnummer zu hinterlassen. Oder einfach innerhalb der Öffnungszeiten wieder anzurufen“, so Romann.

Das Tierheim Drakenburg ist also in erster Linie für die Fundtiere und deren Rückführung in ihr Zuhause zuständig.

„Sicherheitshalber möchten wir aber nochmals auf die Pflichten eines Finders eingehen, welche eindeutig vom niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geregelt sind“, so Romann. Dort heißt es: „Der Finder oder die Finderin hat den Fund unverzüglich bei der zuständigen Fundbehörde (der Gemeinde) anzuzeigen und ist verpflichtet, das Fundtier bei der zuständigen Gemeinde oder auf Anordnung der Gemeinde bei einer von ihr bestimmten Stelle abzugeben. Die Gemeinde kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Einzelfall oder ständig Dritter bedienen; in der Regel erfolgt die Unterbringung in einem Tierheim.“

„Im Falle der Städte Nienburg und Rehburg-Loccum sowie der Gemeinden im Landkreis Nienburg erfüllen wir die uns auferlegte Aufgabe. Wir nehmen unsere Pflichten sehr ernst, bestehen aber auch auf unsere Rechte“, so Carlheinz Romann. DH

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Erstellt:
22. März 2015, 00:00 Uhr
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