28.10.2012

Fundus von Kürzung betroffen

Bufdis sind in Nienburgs gemeinnützigem Kaufhaus willkommen

Nienburg (DH). Über die Arbeit des gemeinnützigen Kaufhauses Fundus in Nienburg informierten sich kürzlich Landrat Detlev Kohlmeier und Erster Kreisrat Thomas Klein. Fundus-Chefin Bettina Mürche berichtete unter anderem von der guten Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Nienburg. Ziel des Kaufhauses sei, Arbeitslose mit Vermittlungshemmnissen in Kooperation mit dem Jobcenter arbeitsmarktnah zu qualifizieren. „Gerade im Einzelhandel und in der Gastronomie gibt es Personalbedarfe,“ weiß Bettina Mürche, die gleichzeitig auch Vorstand des Vereins „Herberge zur Heimat Nienburg“ ist.

Die sogenannte „Instrumentenreform“ von Arbeitsministerin von der Leyen, die eine drastische Kürzung von Fördermitteln örtlicher Jobcenter bedeute, gehe allerdings auch an Nienburg nicht ganz spurlos vorüber. So müsse Fundus den Werkstattbereich zum Jahreswechsel schließen.

„Fundus hat den Trend zur Nutzung von gebrauchten Waren erkannt“, äußerte sich Detlev Kohlmeier nach einem Rundgang anerkennend. Besondere Anerkennung gab es vom Landrat und dem Ersten Kreisrat für die Ehrenamtlichen und Freiwilligen, die sich für die gemeinnützigen Ziele des Kaufhauses engagieren. „Mir macht die Arbeit hier Spaß wie am ersten Tag“, berichtet Angela Wesemann den Landkreis-Vertretern. Angela Wesemann engagiert sich seit August im Rahmen des neuen Bundesfreiwilligendienstes bei Fundus.

„Der Bundesfreiwilligendienst steht allen Frauen und Männern ab 16 Jahren nach Erfüllung der Schulpflicht offen“, erläutert Bettina Mürche das neue Angebot. Auch Rentner, Arbeitslose, Teilzeitkräfte und bisher ehrenamtlich Tätige könnten sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes engagieren. Freiwillige können im Kaufhaus, bei der Nienburger Tafel und bei der „Herberge zur Heimat“ eingesetzt werden. Interessierte können sich unter Telefon 05021-9220813 an das Fundus-Kaufhaus wenden.

Der 1904 gegründete Verein „Herberge zur Heimat Nienburg“ ist einer der ältesten Vereine der Region. Der Verein betreibt die „Herberge zur Heimat“ gegenüber dem Nienburger Bahnhof sowie mit „Wohnwege“ und der Nachgehenden Hilfe eine ambulante Beratung von Wohnungsnotstandsfällen und ehemaligen Herbergsbewohnern in der Leinstraße. Der Herbergsverein ist Träger der Nienburger Tafel und einziger Gesellschafter der Fundus gGmbH.

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Erstellt:
28. Oktober 2012, 00:00 Uhr
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