Funktionierende „Fernbeziehung“

Funktionierende „Fernbeziehung“

Die ASS-ler und ihre französischen Partner vor dem Rathaus Yvetot. ASS Nienburg

25 Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule [DATENBANK=4419](ASS)[/DATENBANK] sind jetzt von einer zehntägigen Reise aus Yvetot in der Normandie in den Landkreis zurückgekehrt. Begleitet von den Französischlehrerinnen Kerstin Blunk und Antje Falldorf-Podehl verbrachten sie im Rahmen der Schulpartnerschaft zwischen der Albert-Schweitzer-Schule und der französischen Partnerschule 50648 eine aufregende Zeit. Gefeiert wurde das 15-jährige Jubiläum dieser deutsch-französischen „Fernbeziehung“. Auf dem dichtgedrängten Programm fanden sich Ausflüge an die nahegelegene Küste, so in das Hafenstädtchen Honfleur und nach Rouen, die geschichtsträchtig mit dem Schicksal von Jeanne d’Arc verbundenen Departementhauptstadt, mit ihrer durch die Abbildungen Claude Monets weltberühmten Kathedrale und einer beeindruckenden und lebendigen Altstadt. Ein Höhepunkt für die 15- bis 17-Jährigen war schließlich der Besuch der rund zwei Autostunden entfernten Hauptstadt Paris.

Neben diesen landeskundlichen Aspekten standen aber vor allem der Kontakt mit den Austauschpartnern, das Leben in den französischen Gastfamilien sowie der Besuch des Unterrichts in der französischen Partnerschule „Lycée Raymond Queneau“ im Vordergrund.

An Herausforderungen mangelte es dabei nicht. Und so gestaltete sich das Lernen mal ganz anders. Käse nach dem Hauptgericht? Violette Kartoffeln? Küsst man sich zur Begrüßung zuerst links oder rechts, zwei- oder dreimal? Warum ist Parfum gerade in seinem Mutterland so viel teurer?

Apropos Lernen: Französische Schüler haben weniger Zeit für Freunde und ihre Hobbys angesichts von Schultagen von 8 bis 17.30 Uhr und Samstagsunterricht.

„Alles in allem war es eine überaus gelungene Austauschfahrt zum 15-jährigen Jubiläum der Schulpartnerschaft. Es war spannend zu sehen, wie sich der Alltag in einem anderen Land von dem bei uns unterscheidet”, teilt die ASS mit.

Weiter heißt es: „Und dabei gab es ja auch einen kleinen Wermutstropfen, nämlich den, dass die Begründerin der Partnerschaft auf französischer Seite, Regina Carrique, in Zukunft nicht mehr Teil des Teams sein wird, da sie in den Ruhestand geht. Ihr großes Engagement wurde bei einem Empfang der gesamten Austauschgruppe im Rathaus von Yvetot offiziell honoriert.

Sorgen um eine Weiterführung der Schulpartnerschaft bestehen jedoch nicht - ihre Kollegin Fanny Dubaillay, die ebenso bereits seit 15 Jahren auf französischer Seite den Austausch mitleitet, sowie weitere Deutschlehrer des Lycées schätzen die Bedeutung des Austausches sehr hoch ein. Nicht nur darin sind sie sich einig mit der Französisch-Fachschaft der Nienburger Albert-Schweitzer-Schule.

Und so wird nun auch im kulturellen Bereich der Austausch intensiviert -über Himmelfahrt wird der Chor der ASS zu einem von der Partnerschule organisierten Chorfestival reisen.“

Begleitet wurde der jüngste jüngsten Austausch von einem zum Teil sehr bewegenden Filmprojekt, begleitet von dem professionellen Filmemacher Bernard Obermosser. Dabei wurden kurze Dialoge aller Austauschpartner aufgenommen, die diese in verschiedenen Phasen des Austauschs vorbereiteten und zu zweit am letzten Austauschtag in der jeweiligen Fremdsprache vortrugen.