Blühende Zwischenfrucht. Foto: WoGi - stock.adobe.com

Blühende Zwischenfrucht. Foto: WoGi - stock.adobe.com

Nienburg 05.10.2020 Von Holger Lachnit

Futtermangel verhindern

Wegen der andauernden Trockenheit und der fehlenden Reserven aus den vergangenen Jahren herrscht auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben Futtermangel. Wenn noch vor wenigen Jahren beklagt wurde, dass der zweite Schnitt des Heus im Jahr immer kümmerlicher werde, sind viele Tierhalter jetzt bereits froh, wenn sie wenigstens einen einigermaßen vernünftigen ersten Schnitt auf ihrem Grünland erzielen können.

Die Politik hat auf diese Situation reagiert. Der Bundesrat hat die Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und der Agrarzahlungen-Verpflichtungsverordnung beschlossen. Dadurch dürfen Zwischenfrüchte und Untersaaten auf ökologischen Vorrangflächen für Futterzwecke angebaut werden, um einem drohenden Futtrer-Engpass vorzubeugen.

Die Umsetzung dieser Sonderregelung erfolgt wie im Vorjahr im Rahmen eines Anzeigeverfahrens. Darauf weist das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hin. Zu beachten sei, dass die Zwischenfrüchte und Untersaaten zwar genutzt werden dürfen, aber bis zum 15. Februar 2021 stehen bleiben müssen. Das bedeute: Eine frühzeitige Einarbeitung nach der Nutzung ist nicht erlaubt.

Auch die übrigen Bedingungen für die Zwischenfrüchte und Untersaaten auf ökologischen Vorrangflächen für Futterzwecke, zum Beispiel zu Saatgutmischungen sowie Pflanzenschutz und Düngung, würden bestehen bleiben.

Detailinformationen und das Formular für die Anzeige bei der Bewilligungsstelle sind auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu finden https://www.lwk-niedersachsen.de (Webcode: 01037284).

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Erstellt:
5. Oktober 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 36sec

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