GWD Minden angelt sich das nächste Talent

GWD Minden angelt sich das nächste Talent

Magnus Holpert (Zweiter von rechts) will in der nächsten Saison für GWD Minden jubeln, wie er es hier mit Marius Steinhauser, Magnus Joendaund Alexander Petersson zuletzt für Flensburg getan hat. Foto: Molter/dpa

Handball-Bundesligist GWD Minden hat für die kommende Saison einen talentierten Nachwuchsspieler für die Mittelposition verpflichtet. Vom Liga-Konkurrenten SG Flensburg-Handewitt wechselt der 19-jährige Magnus Holpert an die Weser und unterschreibt einen Vertrag für zwei Spielzeiten.

Wer bei dem Namen Holpert ins Grübeln kommt, hat recht: Mit Vater Jan und Onkel Fynn hat Magnus Holpert gleich zwei berühmte Vorbilder in der eigenen Familie. Doch im Gegensatz zu den beiden Erstgenannten streift sich Magnus nicht das Torhütertrikot über, sondern lenkt das Spiel von der Mittelposition. „Torwart war nie die Position, die mich angesprochen hat. Ich wollte mich bewegen, ich wollte Tore werfen. Als kleiner Junge habe ich in der E-Jugend mal die Torhüter-Position ausprobiert, aber im Feld hatte ich einfach mehr Spaß,“ erzählt Magnus Holpert.

Immerhin hat sich der 1,92-Meter-Mann auf dieser Position sogar in den Fokus des DHB gespielt und absolvierte in der Jugend fünf Länderspiele für die U-Mannschaft. Schon als Dreijähriger stand Holpert bei der SG auf der Platte und gewann in der Saison 2018/19 mit den A-Junioren die Deutsche Meisterschaft. Seit Beginn der aktuellen Saison trainiert der 19-Jährige mit dem Profikader der Flensburger und bestritt im September seine erste Partie in der EHF-Champions League.

Nach insgesamt 16 Jahren in Flensburg ist der Wechsel nach Minden vor allem eine große Chance für Holpert: „Das Umfeld in Minden hat mich von Anfang an überzeugt. Es ist ein großer Schritt für mich, das erste Mal von Zuhause weg, aber der erste Eindruck bei GWD Minden war sehr familiär. Es wurde direkt offen kommuniziert, was mir ein sehr gutes Gefühl gegeben hat. Ich freue mich auf eine handballbegeisterte Region und hoffe, dass ich mich hier als Spieler und als Mensch weiterentwickeln und so auch GWD weiterhelfen kann.“

Mindens Geschäftsführer Sport, Frank von Behren, freut sich ebenfalls über die Verpflichtung des Talents von der Küste: „Für uns ist es enorm wichtig, immer talentierter Spieler im Kader zu haben, die das Zeug besitzen, kurz- und mittelfristig im Bundesligateam bestehen zu können. Gerade beweist zum Beispiel Simon Strakeljahn, welche wertvollen Dienste er unserer Mannschaft leisten kann. Ich traue auch Magnus eine gute Entwicklung zu und freue mich, dass er sich für einen Wechsel entschieden hat. Ich bin mir sicher, dass beide Seiten davon profitieren werden.“