25.05.2014

„Gärtnern in der Innenstadt“ auch in Nienburg

Neues Projekt des Diakonischen Werks im Garten von St. Martin wird am Mittwoch eingeweiht

Nienburg. Was der neue Trend in Großstädten ist, soll nun auch in Nienburgs Innenstadt seinen Platz finden. Gärtnern in der Stadt ist ein großes Thema der Zukunft, konstatieren Marion Schaper, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks, und Jörg Rottmann, Leiter des Projektes „Alt und Jung im Garten“. Beide tragen sich schon lange mit dem Gedanken, auch in Nienburg ein solches Pilotprojekt zu initiieren. „Nachdem ein Vorstoß bei der Stadt zwar mit Interesse zur Kenntnis genommen worden ist, uns aber leider keine Fläche zur Verfügung gestellt werden konnte, hat sich glücklicherweise die Kirchengemeinde St. Martin bereit erklärt, uns für die ersten Schritte eine Fläche am Gemeindehaus zu überlassen“, so Marion Schaper, und ergänzt_ „Wir wünschen uns, dass sich die Idee nach und nach an mehreren Stellen in der Stadt weiter ausbreiten lässt.“

Ausreichend Erfahrung bringt Projektleiter Jörg Rottmann mit. Er hat bereits auf dem Gelände der „Neuen Erde“ das Kinderprojekt „Die Bauwagenbande“ angeleitet, seit dem Frühjahr 2012 leitet er das Projekt „Alt und Jung im Garten“. Dort werden kleine Parzellen und Hochbeete von Kindern und Senioren gemeinsam bewirtschaftet. Generationenübergreifend wird Gemüse angebaut, geerntet und verarbeitet. Menschen aller Altersgruppierungen verbringen dort einen Teil ihrer Freizeit, lernen sich kennen, arbeiten gemeinsam im Garten und erfahren und profitieren voneinander.

Nun wird eine Dependance im innerstädtischen Bereich entstehen, um auch Bewohnern und Bewohnerinnen der Innenstadt Gelegenheit zu geben, ganz bequem, quasi vor der Haustür, zu gärtnern. Es soll damit auch ein Ort geschaffen werden, an dem sich Alt und Jung zum gemeinsamen Miteinander treffen können.Der Startschuss für dieses Projekt fällt am 28. Mai um 15.30 Uhr im Garten des Gemeindehauses St. Martin, Heilige-Geist-Straße.

Im Vorfeld wurden durch das Projekt „Alt und Jung im Garten“ bereits einige Hochbeete und ein besonderer Pflanztisch angefertigt, die am Eröffnungstag gemeinsam bepflanzt werden sollen. Neben Blumen sollen auch besonders Gemüse und Kräuter gepflanzt werden, die, wenn alles gelingt und das Wetter mitspielt, im Sommer und Herbst gemeinsam oder auch nach Bedarf geerntet werden dürfen.

„Der Schwerpunkt wird auf dem Anbau von nutzbaren Pflanzen gelegt, erklärt Jörg Rottmann, so dass wir auch gemeinsam Salate, Kräutertees vieles mehr herstellen können.

Die Übernahme von Patenschaften für bestimmte Beete oder Pflanzen ist ein weiteres Ziel. Für die Bepflanzung der Hochbeete werden zum Start Pflanzen zur Verfügung gestellt. Wer gerne eigene Pflanzen zum Eröffnungstag mitbringen möchte, ist hierzu natürlich herzlich eingeladen.

Das Projekt „Alt und Jung im Garten“ würde sich freuen, am Eröffnungstag möglichst viele neue Stadtgärtner und –Gärtnerinnen jeden Alters begrüßen zu können. DH

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Erstellt:
25. Mai 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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