„Keines Weibes Knecht“ ist im und am Nienburger Museum zu erleben. Museum Nienburg

„Keines Weibes Knecht“ ist im und am Nienburger Museum zu erleben. Museum Nienburg

Landkreis 07.09.2019 Von Nikias Schmidetzki

Gäste können Geschichte erleben

Am „Tag des offenen Denkmals“ beteiligen sich auch viele Vereine und Gebäude im Landkreis und umzu

Historische Gebäude, Museen, archäologische Stätten, Kirchen – zum heutigen „Tag des offenen Denkmals“ sind sie geöffnet und erlauben Einblicke die Geschichte. Bundesweit beteiligen sich tausende Denkmale, auch im Landkreis Nienburg gibt es zahlreiche Aktionen. Das Motto in diesem Jahr lautet „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Im Nienburger Museum können sich Gäste in der Zeit von 11 bis 17 Uhr auf eine Zeitreise mit dem Titel „Das Mittelalter im Umbruch“ begeben. Darstellerinnen und Darsteller der Gruppe „Keines Weibes Knecht“ errichten dazu mit Freunden im Garten des Quaet-Faslem-Hauses und im Zeichensaal ein Lager und werden die vergangene Lebenswelt rekonstruieren. Besucher erleben mittelalterliche Handwerksarbeiten wie Buchbinderei und Schusterei, mittelalterliches Kochen sowie historische Tracht und Bewaffnung bei einer Modenschau. Das Kanonenschießen ist für 15 Uhr geplant.

Auch für Kinder bietet das Museum mittelalterliches Treiben an, etwa Wurf- und Würfelspiele. Im Quaet-Faslem-Haus verkauft die Museumsbibliothek überzählige Bücher aus dem Bereich der Regionalliteratur. Außerdem werden aktuelle Funde von der Burg Wölpe präsentiert. Auch der Fresenhof ist geöffnet. Der Eintritt ist an beiden Museumsstandorten frei.

Das jährliche Kartoffelfest an der Meyersiekschen Mühle in Steyerberg veranstalten zum Denkmalstag der Heimatverein und die „Freunde alter Landmaschinen“ von 11 bis 18 Uhr. Historische Trecker und Geräte werden auf dem Mühlengelände ausgestellt. Kartoffeln werden wie früher sortiert und können gekauft werden. Seile drehen, Weben, und Klöppeln werden in und vor der Mühle vorgeführt. Am Programm werden sich die Feuerwehrkapelle Steyerberg, die Kindertanzgruppe des TuS Steyerberg, eine Schülertanzgruppe und die Steyerberger Mühlentänzer beteiligen. Kinderschminken sowie Bastelarbeiten mit Kartoffeln stehen für die Kinder zur Verfügung. Auch passende Speisen werden angeboten. Führungen durch die Mühle bieten die Heimatfreunden an. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass auch die Historische Brücke an der Mühle ein Denkmal ist.

Außerdem geöffnet ist die St. Katharinenkirche Steyerberg. Zum Motto des Tages passen auch die Führungen durch die Marienkirche in Haßbergen, die mit dem Baujahr 1962 zu den moderneren ihrer Art gehört. Von außen ist sie sehr schlicht, aber von innen sind noch alte Elemente vorhanden. Kirchenführerin Ursel Hackbarth lädt für die Zeit von 15 bis 16 Uhr ein. Sie möchte Verknüpfungen von Alt und Neu und Kunst vorstellen.

In der Heimatstube Wietzen wurde die Ausstellung über das Schreiben erweitert und ist jetzt komplett zu sehen. Geöffnet ist von 14 bis 18 Uhr. Es geht um Büroarbeit früher und die Entwicklung bis zur Arbeit mit dem Computer und anderer Bürotechnik. Besucher können durchaus selbst ausprobieren. Alle Ausstellungsräume, auch in Böckmanns Scheune, können mit oder ohne Führung besichtigt werden.

Die Ahrbecker Bockwindmühle in Wenden ist ab 11 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Bedarf möglich.

Ebenfalls geöffnet ist das Heimatmuseum Hoya von 11 bis 18 Uhr. Um 15 Uhr führt Museumsleiterin Ulrike Taenzer durch die Ausstellungsräume. Anschließend können Kinder alte Spiele wie Hüpfekästchen oder Murmeln ausprobieren. Ebenfalls in Hoya wird der „Treffpunkt Trefurt“, eine Nebenstelle des Heimatmuseums im Gebäude Deichstraße 3, offiziell eröffnet. Außerdem beginnt eine Führung durch die Grundschule um 10.30 Uhr. Anschließend ist sie bis um 17 Uhr mit einer Pause von 12 bis 14 Uhr geöffnet.

Die 1861 erbaute Turmholländerwindmühle Margarethe in Eystrup steht auf einer etwa acht Meter hohen Sanddüne und kann ebenfalls besichtigt werden. Die Mahlgänge sind weitgehend erhalten und funktionstüchtig. Sie ist heute geöffnet von 14 bis 17 Uhr.

Ebenfalls in Eystrup beteiligt sich die Senffabrik Lemann am „Tag des offenen Denkmals“. In der Zeit von 10 bis 18 Uhr sind Dampfmaschine, Dampfpumpe und Stationärdiesel in Betrieb, und es gibt Waren der Firma Leman.

„Ein buntes Programm an der Fährstelle mit Kaffee und Kuchen“ hat Der Traditionsverein „Schweringer Fähre“ vorbereitet. Ab 14 Uhr bringt der Heimatverein Schweringen in Aufführungen das Leben mit der Fähre und das Dorfgeschehen in früheren Zeiten in Erinnerung.

In Wechold ist die St. Marienkirche von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Führung beginnt um 14 Uhr.

Das Kloster Loccum können Besucher in der Zeit von 11.15 bis 18 Uhr besichtigen. Ab 11.30 Uhr gibt es im Halbstundentakt Führungen; die letzte startet um 15 Uhr. Im Fokus steht die umfangreiche Sanierung.

Die historische Kuranlage in Bad Rehburg beteiligt sich am „Tag des offenen Denkmals“ von 10 bis 17 Uhr. treffen Forschungsaktionen des Dinoparks Münchehagen auf Angebote der historischen Kuranlage. In der Ausstellung im neuen Badehaus dreht sich alles um das Kurleben zur Zeit der Romantik. Konzertfotografie zeigt die Sonderausstellung „Stars on Stage“. Und ein wenig Musik zum Kaffee gibt es am Nachmittag. Führungen gibt es um 11 und 14 Uhr.

In der benachbarten Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen laden sieben historische Orte zum „Tag des offenen Denkmals“ ein. Die Historische Feldscheune Bruchhöfen öffnet ab 11 Uhr, die Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen fährt zwischen Bruchhausen-Vilsen und Asendorf. Aus diesem Anlass dürfen alle Gäste mit dem Namen Hermann kostenlos fahren. Dabei ist es egal, ob der Vor- oder Nachname Hermann lautet. Sie müssen dazu aber den Personalausweis mitbringen. Außerdem kann in der Zeit von 14 bis 18 Uhr ein Wohnhaus in Martfeld (Hollen 25) besichtigt werden. Zudem haben die Behlmer Mühle in Engeln, die Klostermühle Heiligenberg, Noltesche Mühle in Süstedt und die Fehsenfeldsche Mühle in Martfeld geöffnet.

Auch dabei sind zahlreiche Einrichtungen, vor allen Dingen Mühlen, Kirchen sowie das Industriemuseum Glashütte Gernheim, im südlich angrenzenden Kreis Minden-Lübecke.

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich und legt das jährliche Motto fest. An vielen Orten ist auch für feste und flüssige Verpflegung gesorgt.

Ein Computer des Herstellers Sharp aus den 70er Jahren ist in Wietzen zu sehen. Heimatverein Wietzen

Ein Computer des Herstellers Sharp aus den 70er Jahren ist in Wietzen zu sehen. Heimatverein Wietzen

Die Behlmer Mühle. SG Bruchhausen-Vilsen

Die Behlmer Mühle. SG Bruchhausen-Vilsen

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Erstellt:
7. September 2019, 20:46 Uhr
Lesedauer:
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