Große Freude herrschte bei den Fahrradfreunden, als sie an der italienischen Adria ankamen: Wolfgang Horstmeier, Eckhard Hodemann, Klaus Saxowsky, Uwe Brandt, Reinhard Rohlfing, Hartmut Kirchhoff, Friedrich-Wilhelm Eick.
 Rohlfing

Große Freude herrschte bei den Fahrradfreunden, als sie an der italienischen Adria ankamen: Wolfgang Horstmeier, Eckhard Hodemann, Klaus Saxowsky, Uwe Brandt, Reinhard Rohlfing, Hartmut Kirchhoff, Friedrich-Wilhelm Eick. Rohlfing

Loccum 13.09.2017 Von Die Harke

Ganz besonderer„Giro de Italia“ startete in Loccum

Fahrradfreunde aus Loccum und den Weserdörfern radelten bei 27. Tour ans Mittelmeer / 1212 Kilometer mit 11500 Höhenmetern

Flachland oder Berge? So lautete zunächst die Frage, als die Radsportfreunde aus dem Norden Petershagens ihre Tour planten. Man entschied sich schließlich für die Berge: Einmal mit dem Rad ans Mittelmeer, so lautete das Ziel für die mittlerweile 27. Tour dieser Gruppe. Seit 1990 sind die Männer gemeinsam unterwegs. So wurden auch diesmal ab dem Frühjahr etliche Trainingseinheiten bis zu 120 Kilometer in der näheren Umgebung, aber auch im Weserbergland absolviert. Anfang August ging es dann endlich los. Klaus Saxowsky hatte eine anspruchsvolle Tour zusammengestellt. In acht Etappen wollten die Männer den Zielort Grado an der Adria erreichen. Der Loccumer Eckhard Hodemann startete mit seinem Rennrad in seinem Wohnort, um in Heimsen auf seine Radfreunde Uwe Brandt, Klaus Saxowsky, Klaus Ronnenberg, Hartmut Kirchhoff, Eckhard Hodemann und Reinhard Rohlfing zu treffen. Die erste Etappe über den Deister führte nach Northeim, wo nach 141 Kilometer der Campingplatz erreicht wurde.

Die nächste Etappe führte durch das Eichsfeld nach Thüringen, zum zweiten Etappenziel nach 161 Kilometer in Hohenfelden, südlich der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt.

Auf der folgenden Etappe durch den Thüringer Wald waren neben den 162 Kilometern auch 2270 Höhenmeter zu bewältigen. Zielort des dritten Teilabschnittes war Mehlmeisel am Fichtelberg. Weiter führte die Route durch den Naturpark Frankenwald nach Bayern.

Im bayrischen Wald, nahe der Grenze zur Tschechei, erreichte die Truppe den Zielort Furth im Wald nach 130 Kilometern. Von hier startete die fünfte Etappe über 137 Kilometer in Richtung Süden nach Bad Füssing, nur einen Katzensprung von der österreichischen Grenze entfernt.

Über Salzburg und Bischofshofen führte die nächste Etappe nach St. Johann im Pongau über 149 Kilometer. Auf der nächsten Tagesetappe war mit der 15-prozentigen Steigung durch Bad Gastein der steilste Aufstieg der gesamten Tour zu bewältigen.

Mit der Tauernbahn durch die hohen Tauern wurden die gut acht Kilometer durch den Tunnel mit der Autoschleuse absolviert, bevor es ab Mallnitz über Villach zum Tagesziel nach Faak am See ging. 143 Kilometer wurden auf der vorletzten Etappe bewältigt.

Es folgte die „Königsetappe“ über 189 Kilometer, bei der die italienische Grenze überquert wurde. Größtenteils auf dem Alpe-Adria Radweg, wobei zahlreiche Tunnel – nur für Radfahrer – zwischen rund zehn und 800 Metern Länge zu passieren waren, erreichten die Männer Grado am Mittelmeer.

Ein Unwetter erschwerte die letzten 30 Kilometer noch einmal beträchtlich. Leider konnten nur fünf der gestarteten sechs Radler die komplette Tour beenden. Durch einen Insektenstich war Klaus Ronnenberg derart gehandicapt, dass er die Tour nach vier Tagen abbrechen musste.

Insgesamt wurden 1212 Kilometer mit rund 11.500 Höhenmetern bewältigt. Winde aus teilweise südlicher Richtung konnten den Radlern nicht viel anhaben, glücklicherweise mussten nur zweimal die Regenjacken übergestreift werden. Herbert Strohmeier und Karl-Heinz Seelking reisten schließlich mit einem Bulli an, um die Radakteure abzuholen und in die Heimat zu bringen.

Wie auch bei den vorausgegangen 26 Touren wurden die Radler von einem Begleitfahrzeug mit Anhänger mit den Fahrern Friedrich-Wilhelm Eick und Wolfgang Horstmeier begleitet. Diese beiden sorgten nach der Hälfte jeder Tagesetappe für die Verpflegung.

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Erstellt:
13. September 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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