Gerhard Seybert / Fotolia

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Nienburg 05.02.2019 Von Die Harke

Gartenschlauch an Sattelzug montiert

Polizisten ziehen Lkw mit gravierenden Mängel aus dem Verkehr

Polizisten haben auf der Bundesstraße 214 in Marklohe einen Lastwagen aus dem Verkehr gezogen, der gravierende Mängel an den Reifen und der Bremsanlage hat. Vier der sechs Reifen des mit 20 Tonnen Stahlträgern beladenen Sattelzuges wiesen nach Angaben von Nienburgs Polizeisprecher Axel Bergmann Mängel auf. Teilweise waren die Reifen abgefahren. An einigen Stellen war die Karkasse bis auf den innenliegenden Draht eingeschnitten, so dass ein Platzen oder ein Abschälen der oberen Reifenschicht nicht auszuschließen war.

Bei der Überprüfung der Bremsanlage stellten die Polizisten fest, dass die Bremsscheiben der vorderen Achse an der Sattelzugmaschine verschlissen waren. Deswegen ordneten sie eine Prüfung des Lkw an, die ein Kfz-Sachverständiger des TÜV Nord durchgeführt hat. Bei dieser Prüfung stellte sich heraus, dass die Sattelzugmaschine und der Anhänger wegen unsachgemäßer Wartung nicht mehr verkehrssicher waren. Die Polizisten untersagten dem 50-jährigen Fahrer aus Weißrussland die Weiterfahrt mit dem Lastwagen. Bei einem Test auf dem Rollenprüfstand zeigten die Bremsen der Zugmaschine nicht mehr die erforderliche Mindestwirksamkeit. Zudem waren Mängel an der Lenkung und an den Stoßdämpfern vorhanden, teilt der Polizeisprecher weiter mit.

Eine Kuriosität selbst für die erfahrenen Spezialisten im Bereich Schwerlastverkehr war eine selbst angefertigte Verbindung zwischen den beiden seitlichen Dieseltanks mit Hähnen und einem Gartenschlauch, der unter dem Fahrwerk hing und lediglich mit einem Draht befestigt war. Bei einem Abreißen der Leitung hätten erhebliche Schäden entstehen können. Der Fahrer musste genauso wie der Halter des Zuges eine Sicherheitsleistung in Höhe von insgesamt 450 Euro hinterlegen. Die Gebühren für die Untersuchung des TüV werden dem Unternehmer in Rechnung gestellt. Eine Reparatur wird in einer Fachwerkstatt erfolgen, bevor der Lkw seine Fahrt fortsetzen darf.

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Erstellt:
5. Februar 2019, 15:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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