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05.06.2012 Von Alan Smithee

Gaspreise - glücklicherweise ist der Wettbewerb nach wie vor existent

Immer neue Studien und Erhebungen von Verbraucherschutzorganisationen beweisen, dass es sich nach wie vor lohnt, den Gaspreis regelmäßig zu vergleichen sowie Abrechnungen zu überprüfen. Nicht nur die Tariflandschaft der unterschiedlichen Anbieter birgt ein bemerkenswertes Sparpotenzial, auch die Details der divergenten Verträge eines einzelnen Providers können den Geldbeutel be- oder entlasten. Je nach Verbrauch lassen sich mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen. Wer seine Vertragsbedingungen jedoch aktuell prüfen und gegenüberstellen möchte, der sollte ferner das Kleingedruckte möglichst genau lesen. Manche, auf den ersten Blick extrem günstige Preise beinhalten Wechselboni, die der Verbraucher lediglich im ersten Jahr erhält. Läuft der Liefervertrag dann weiter ins zweite Jahr, muss man in einigen Fällen mit preislich unliebsamen Überraschungen rechnen. Ein großer Wettbewerb unter Gasanbietern eröffnet hingegen eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die Abnehmer, die im Internet Preise gegenüberstellen möchten, bekommen als Ergebnis eine tabellarische Übersicht angezeigt. Im Rahmen einer Studie, die im Auftrag des Fernsehsenders N-TV durchgeführt wurde, stellte man mehr als 40 Gasprovider und deren Tarife auf die Probe. Neben den Kosten wurden aber auch die Serviceleistungen genauestens betrachtet und flossen in die Bewertung mit ein.

Im Ergebnis standen auf der Liste zwar extreme Preisunterschiede, aber ebenfalls in Sachen Service und Vertragsbedingungen bieten nicht alle Anbieter das Gleiche. Oftmals rächen sich extreme Sonderangebote durch mangelnden Service. Wer bei einem Billiganbieter eine telefonische Auskunft bekommen möchte, muss ggf. Wartezeiten in Kauf nehmen. Auch die Reaktion auf Fragen via E-Mail fiel unterschiedlich aus. Bei jeder sechsten Nachricht, die per Mail gesendet wurde, fühlten sich die Provider nicht einmal verpflichtet zu antworten, geschweige denn, Auskunft zu geben.

Auf Platz eins dieser Studie landete der recht unbekannte Provider Montana Erdgas. Sowohl der Service als auch die günstigen Preise stachen deutlich aus der Masse hervor. Die Silbermedaille errang 123energie und der dritte Platz und damit Bronze ging an Gas.de. In erster Linie zählen natürlich niedrige Preise. Allerdings ist der Preiskampf inzwischen so hart, dass sich die Provider immer mehr darauf einstellen müssen, dass die Verbraucher höheren Wert auf Service und Transparenz legen.

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Erstellt:
5. Juni 2012, 10:29 Uhr
Lesedauer:
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