22.01.2020 Von Alan Smithee

Gebrauchte Wohnmobile richtig verkaufen – so geht’s.

Manchmal ist es erforderlich, ein neues Wohnmobil anzuschaffen. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Gründe.

Bei einigen ändert sich die Größe der Familie und andere Campingfreunde möchten sich nur ein größeres Fahrzeug anschaffen. Es gibt aber auch noch zahlreiche weitere Gründe für einen geplanten Fahrzeugwechsel. In allen Fällen muss das alte Wohnmobil verkauft werden. Dafür kommen drei Varianten infrage. Es steht der Verkauf an einen Händler, Privatverkauf oder gewerblicher Ankäufer zur Wahl. Doch welche Variante ist die beste?

Das gebrauchte Wohnmobil in Zahlung geben

Die einfachste und bequemste Lösung besteht darin, das gebrauchte Wohnmobil beim Händler in Zahlung zu geben. Dann braucht für das neue Wohnmobil nur noch der Differenzpreis bezahlt zu werden. Der Verkäufer braucht sich um nichts weiter zu kümmern. Allerdings bietet diese Variante den geringsten Verkaufserlös. Zudem hat der Verkäufer keine gute Verhandlungsposition.

Lohnt sich der hohe Mehraufwand für einen Privatverkauf?

Jeder, der sein gebrauchtes Wohnmobil privat verkauft, bekommt einen höheren Preis als beim Verkauf an einen Händler. Allerdings ist der Verkauf mit hohem Aufwand verbunden. Zudem kann es mitunter ein paar Wochen dauern, bis ein potenzieller Käufer gefunden wurde. Bei einem Privatverkauf gibt es auch einige Dinge zu beachten, um nicht auf Betrüger hereinzufallen. Verdächtig sind immer Interessenten, die sofort bereit sind, den gewünschten Verkaufspreis zu bezahlen, ohne sich das Fahrzeug näher anzusehen. Es sollten auch niemals Fahrzeugpapiere vorab an den Käufer verschickt werden. Ein weiterer Tipp ist, niemals irgendwelche Schecks anzunehmen.

Das Wohnmobil genau beschreiben

Als Erstes geht es darum, das Fahrzeug möglichst präzise zu beschreiben. Besonders wichtige Daten sind:

  • Marke und Typ
  • Baujahr
  • Kilometerstand
  • Größe
  • Ausstattung
  • Technischer Zustand
  • Optischer Zustand

Bei gebrauchten Wohnmobilen spielen die Marke und die Kilometerleistung eine wesentlich größere Rolle als bei anderen Fahrzeugen. Sehr begehrt sind Fahrzeuge, die weniger als 100.000 Kilometer gefahren wurden und von renommierten Herstellern stammen. Da es von den bekannten Herstellern viele verschiedene Modelle gibt, sollte auch eine exakte Typenbezeichnung und die Ausstattungslinie auf keinen Fall fehlen. Selbstverständlich sollte eine eventuell vorhandene Sonderausstattung ebenfalls erwähnt werden.

Der technische Zustand ist im besonderen Maße von Bedeutung. In der Beschreibung sollten alle bereits durchgeführten Reparaturen oder Wartungen aufgelistet werden. Dann weiß der Interessent sofort, welche größeren Wartungen in naher Zukunft anstehen werden. Damit kann er sich ein viel besseres Bild von dem Fahrzeug machen.

Aussagekräftige Fotos sind wichtig

Nahezu jeder potenzielle Käufer möchte wissen, wie das Wohnmobil aussieht. Deshalb sind Fotos sehr wichtig. Am besten wirken diese, wenn das Fahrzeug gerade aus der Waschanlage kommt. Werden die Fotos dann auch noch bei strahlendem Sonnenschein aufgenommen, erzielen sie eine besonders gute Wirkung. Falls sich an dem Fahrzeug schon Kratzer, Beulen oder andere Schäden befinden, sollten diese auf Fotos festgehalten werden. Das ist immer besser als Schäden einfach nur zu beschreiben.

Das Wohnmobil muss auch von innen fotografiert werden, weil der Innenraum für den Interessenten ebenfalls besonders wichtig ist. Bei den Innenaufnahmen ist eine gute Belichtung immer sehr vorteilhaft. Die Aufnahmen sollten möglichst mit einem Weitwinkelobjektiv gemacht werden.

Einen angemessenen Preis für das gebrauchte Wohnmobil finden

Einen Verkaufspreis zu finden, ist immer etwas schwierig. Auch für diese Fahrzeuge steht eine Schwacke-Liste zur Verfügung. Zudem kann in anderen Inseraten nachgesehen werden, zu welchen Preisen die Angebote eingestellt werden. Das funktioniert jedoch nur dann, wenn auch vergleichbare Modelle angeboten werden. Zudem sollte dann auch die Ausstattung in etwa identisch sein. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die Anbieter zumeist niemals den Verkaufspreis erzielen, den sie sich wünschen.

So geht es einfacher

Die einfachste Möglichkeit, ein gebrauchtes Wohnmobil zu verkaufen, besteht darin, ein professionelles Unternehmen zu kontaktieren. Ein einfacher Anruf reicht aus. Der Verkäufer nennt nur ein paar Daten zu seiner Person sowie zu dem Fahrzeug. Daraufhin wird ein Besichtigungstermin vereinbart. Fachleute sehen sich das Wohnmobil vor Ort an und nennen einen angemessenen Preis. Sofern eine Einigung erzielt wird, kann ein Kaufvertrag aufgestellt werden. Der vereinbarte Preis wird dann selbstverständlich auch bezahlt und das Wohnmobil wird am vereinbarten Termin abgeholt.

Für den Verkäufer bietet diese Möglichkeit zahlreiche Vorteile. Der ganze Aufwand mit den Fotos und den Inseraten entfällt. Dadurch wird schon eine enorme Zeitersparnis erzielt. Zudem braucht sich der Verkäufer nicht mit zahlreichen Interessenten treffen und ihnen dann immer wieder aufs Neue die Vorzüge des Wohnmobils zu erklären. Für jede Besichtigung eines Interessenten kann eine Zeit von etwa zwei Stunden kalkuliert werden. Neben der Zeit kostet diese Methode auch sehr viele Nerven. Derartige Probleme treten bei einem professionellen Ankaufsunternehmen nicht auf.

Fazit

Ein gebrauchtes Wohnmobil in Zahlung zu geben, bringt zumeist einen geringeren Erlös als bei einem Privatverkauf. Bei einem Privatverkauf ist jedoch ein hoher Aufwand für die Erstellung des Inserats sowie für die zahlreichen Termine mit Interessenten erforderlich. Am einfachsten und lukrativsten ist der Verkauf an ein professionelles Ankaufsunternehmen. Diese Variante verursacht keinen Aufwand und bringt trotzdem einen angemessenen Verkaufspreis.

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Erstellt:
22. Januar 2020, 11:22 Uhr
Lesedauer:
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