Foto: Tatjana Weimer (links) und Fatma Kuri verleihen Schulungstaschen mit speziellem Arbeitsmaterial zu den Themen Gesundheit, Bildung und Erziehung. Landkreis Nienburg

Foto: Tatjana Weimer (links) und Fatma Kuri verleihen Schulungstaschen mit speziellem Arbeitsmaterial zu den Themen Gesundheit, Bildung und Erziehung. Landkreis Nienburg

Landkreis 17.01.2018 Von Die Harke

Gebündelte Informationen

Landkreis stellt Schulungsmaterial für Migranten zur Verfügung

Rund 70 Migrantinnen und Migranten engagieren sich nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit in den Integrationsprojekten für Gesundheit und Erziehung des Landkreises Nienburg. Für Gesundheitsschulungen und für das Projekt „Elmigra – mein Kind und ich“ stelle der Fachdienst Migration und Teilhabe ab sofort Schulungstaschen mit Arbeitsmaterial zur Verfügung. Die Projekte richteten sich an neuzugewanderte Menschen und dienten dem Austausch, der Information und der Aufklärung über diese Themenbereiche. Seit nahezu zehn Jahren ist der Landkreis Nienburg Standort für das „Drei-Generationen-Projekt Niedersachsen – Mit Migranten für Migranten“, kurz „MiMi“ genannt. Das Projekt informiert mit Hilfe mehrsprachiger Gesundheitsmediatorinnen und –mediatoren über das deutsche Gesundheitswesen und fördert gesunde Lebensweisen, Integration und Teilhabe.

Inzwischen habe der Fachdienst Migration und Teilhabe in drei Qualifikationen Frauen und Männer mit Zuwanderungsgeschichte zu Gesundheitsmediatoren und -mediatorinnen ausgebildet.Diese könnten nun mit den Schulungstaschen über das Gesundheitssystem, Kindergesundheit, Impfschutz und Unfallprävention, Ernährung und Bewegung, Alter und Pflege, seelische Gesundheit, Familienplanung, Schwangerschaft und Brustkrebsfrüherkennung informieren.

Auch für das Integrationsprojekt „53144“ habe Fatma Kuri als Honorarkraft des Landkreises Schulungsmaterialien zusammengestellt. Damit organisieren die Multiplikatoren und Multiplikatorinnen muttersprachliche Informationsveranstaltungen für Eltern zu den Themen Erziehung und Bildung. „Während früher die Elmigra-Veranstaltungen überwiegend im privaten Wohnzimmer stattgefunden haben, finden sie heute zunehmend in öffentlichen Räumen der einzelnen Kommunen des Landkreises statt“, informiert Fachdienstleiterin [DATENBANK=1575]Carmen Prummer[/DATENBANK].

Ehrenamtliche aus dem gesamten Landkreis ebenso wie die Mitarbeitenden aus den Kommunen können sich an die Koordinierungsstelle wenden, um muttersprachliche Veranstaltungen in Arabisch, Dari, Farsi, Kurdisch und Türkisch zu konkreten Themen anzufragen. Anfragen beantwortet Tatjana Weimer unter (05021) 967155.

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Erstellt:
17. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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