Marja-Liisa Völlers und Grant Hendrik Tonne vor dem Holocaust-Mahnmal am Brandenburger Tor.

Marja-Liisa Völlers und Grant Hendrik Tonne vor dem Holocaust-Mahnmal am Brandenburger Tor.

Nienburg/Berlin 28.01.2017 Von Die Harke

Gedenkaktion #WeRemember

SPD-Politiker Marja-Liisa Völlers und Grant Hendrik Tonne nutzten Berlin-Besuch

[DATENBANK=513]Grant Hendrik Tonne[/DATENBANK], Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD im Niedersächsischen Landtag, und [DATENBANK=262]Marja-Liisa Völlers[/DATENBANK], SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Nienburg II-Schaumburg, nahmen ihren jüngsten Besuch in Berlin auch zum Anlass, der Opfer des Holocausts zu gedenken. So nutzten sie eine Besichtigung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas am Brandenburger Tor für ein gemeinsames Foto im Rahmen der Aktion #WeRemember des Jüdischen Weltkongresses.

Die Organisation möchte damit auf die Ermordung von Millionen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland während des 2. Weltkriegs aufmerksam machen und an die Opfer erinnern. Dabei sollen möglichst viele Menschen aus der ganzen Welt Fotos von sich mit dem oben genannten Hashtag in sozialen Netzwerken veröffentlichen und an den Weltkongress schicken.

„Wir wollen ein Zeichen gegen das Vergessen setzen“, so die beiden Sozialdemokraten. „Anders als Politiker und Anhänger des rechten Spektrums, die diesen Ort als Denkmal der Schande bezeichnen, bekennen wir uns zur historischen Verantwortung unseres Landes. Im Namen des deutschen Volkes sind in den Jahren 1933 bis 1945 von den Nazis die grausamsten Verbrechen begangen worden“, so Tonne.

„Die nachgeborenen Generationen haben keine Schuld an diesen Sünden der vorherigen, aber die Verantwortung, dass solche Taten niemals wieder auf deutschem Boden und im Namen Deutschlands geschehen, verleugnet, abgewertet oder relativiert werden können,“ ergänzt Völlers, die als Geschichtslehrerin an der IGS Schaumburg in Stadthagen lehrt.

„Anstatt eine Relativierung der deutschen Schuld und Erinnerungskultur zu betreiben, sollten sich Kritiker besser um die Gestaltung einer demokratischen, freien und offenen Gesellschaft kümmern.“

„Die Äußerungen eines Björn Höcke sind widerwärtig und menschenverachtend. Diese Rede ist die eigentliche Schande. Sie ist ein Frontalangriff auf unsere Demokratie“, so Grant Hendrik Tonne.

„Die von Höcke in seiner Rede in Dresden geäußerten historischen Bewertungen seien geschichtswissenschaftlich nicht haltbar und widersprächen dem gängigen Forschungsstand. Höcke ist als Lehrer nicht länger tragbar“, stellt Völlers klar.

„Anstatt eine Relativierung der deutschen Schuld und Erinnerungskultur zu betreiben, sollten sich Kritiker besser um die Gestaltung einer demokratischen, freien und offenen Gesellschaft kümmern. Dies ist der eigentliche Zweck dieses Denkmals: die Vergangenheit als Chance zu nutzen, nicht in alte Denkansätze zurückzufallen und eine gemeinsame Zukunft aller Menschen einzufordern. Dazu braucht es aufgeklärte und aufrechte Demokraten, die für ihre Rechte und Freiheiten einstehen und im Bewusstsein der Vergangenheit für eine bessere Zukunft arbeiten“, schließen Tonne und Völlers ihre Überlegungen.

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Erstellt:
28. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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