03.02.2013

„Gefährliche politische Grundsätze“

Lesung im Quaet-Faslem-Haus anlässlich der Präsentation des neuen Oppermann-Buches

Nienburg (DH). Im Zeichensaal des Quaet-Faslem-Hauses des Nienburger Museums wurde die erste Veranstaltung der Historischen Gesellschaft in diesem Jahre durchgeführt.

Präsidiumsmitglied Heiko Lauterbach wies bei seiner Begrüßung auf die beiden Mitglieder der Historischen Gesellschaft, Hans-Otto Schneegluth und Hans-Joachim Kusserow, hin, die als Herausgeber bzw. als Autoren an dem vorgestellten Buch „Mit stahlscharfer Klinge – Beiträge zu Heinrich Albert Oppermann“ beteiligt sind.

Dr. Martin Lowsky aus Kiel, ebenfalls Autor des vorgestellten Buches, stimmte das Publikum auf die Zeitreise in das 19. Jahrhundert ein mit seinem abwechslungsreichen Beitrag „Eine Tagesreise zu Oppermanns Zeiten – wie weit kam man?“ Eine Erkenntnis: Nienburg war ab 1847 mit seinem Eisenbahnanschluss eine höchst privilegierte Stadt in Norddeutschland. Die anschließende Lesung lieferte einen „vertraulichen Blick“ in Oppermanns Personalakte.

Horst Leisering schlüpfte in die Rolle des Göttinger Polizeidirektors von Beaulieu und las dessen Berichte über den recht antiautoritär auftretenden H.A.Oppermann, während Guido Öztanil Oppermanns Schreiben an das Ministerium las, in denen er über mehrere Jahre hinweg um eine Anstellung als Anwalt in Göttingen ersuchte.

Da man Oppermann aber „gefährliche politische Grundsätze“ unterstellte, sollte er „aufs Land“. 1842 kam er so nach Hoya und schließlich 1852 nach Nienburg.

Die vorgetragenen Texte stammen aus Oppermanns Personalakte, die in Hannover im Staatsarchiv aufbewahrt wurde – jetzt aber unauffindbar sein soll.

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Erstellt:
3. Februar 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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