Das Jakobs-Kreuzkraut – schön, aber gefährlich. Naturschutzverein Weseraue

Das Jakobs-Kreuzkraut – schön, aber gefährlich. Naturschutzverein Weseraue

Grafschaft Hoya 10.07.2019 Von Die Harke

Gefährliches Jakobs-Kreuzkraut bekämpfen

Naturschutzverein „Weseraue“ bittet um Hilfe / Sammelcontainer beim Wertstoffhof in Hoya

Noch bis zum 21. Juli steht auf dem Gelände des Zentralen Wertstoffhofs in Hoya (Vor-dem-Bussche-Straße 1) ein Container für die Entsorgung der Jakobs-Kreuzkraut-Pflanzen bereit. Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Grafschaft Hoya können die in der Samtgemeinde gesammelten Pflanzen dort fachgerecht und kostenlos entsorgen lassen. Jakobs-Kreuzkraut (kurz JKK) ist nach Mitteilung des Naturschutzvereins „Weseraue“ und der Samtgemeinde für den Menschen krebserregend. Es seien bereits Rückstände an Salat oder in tierischen Produkten nachgewiesen worden, wie Eier, Milch oder Honig. Nehmen Tiere Teile der Pflanze auf, so lagerten sich die Giftstoffe im Körper ab. Dies könne ein Grund für Hufrehe oder Kolik bei Pferden sein und bei diesen auch zum Tod führen.

Da die Pflanzen bis zur siebten Woche ohne Bitterstoffe seien, würden sie häufig mitgefressen. Im Anschluss seien die Pflanzen zwar bitter, sei jedoch nicht mehr genug Futter auf den Weiden, so würden auch Jakobs-Kreuzkraut-Pflanzen von den Tieren gefressen.

Ein weiteres Problem sei das hohe Vermehrungspotenzial. Eine einzelne Pflanze könne bis zu 150.000 Samen produzieren, die bis zu 500 Meter weit verbreitet werden und über 20 Jahre im Boden verweilen können, bevor sie keimten. Dies bedeute, dass ein alleiniges Sammeln auf der heimischen Weide nicht reiche, auch die Wegränder oder Brachflächen in einem Umkreis von 500 Metern sollten für die eigene Fläche von Kreuzkraut frei gehalten werden.

Da einfaches Mähen zur Notreife führe, sei einzig die händische Entfernung erfolgreich. Dabei müssten Handschuhe getragen werden und eine Grabegabel oder Unkrautstecher sowie eine Tüte für die Pflanze verwendet werden. Die Wurzel sollte mit einer Grabegabel im 45-Grad-Winkel gelockert werden, um auch die Wurzeln zu entfernen.

Die Pflanze sollte dann luftdicht in einer Tüte verstaut werden, um die Notreife zu verlangsamen und dann im Container auf dem Zentralen Wertstoffhof in Hoya oder in der Restmülltonne entworgt werden.

„Wenn jeder ein bisschen sammelt, haben kleinen Taten eine große Wirkung – hilf mit“, heißt es abschließend vom Naturschutzverein „Weseraue“.

Die Pflanzen sollten nur mit Handschuhen entfernt werden. Naturschutzverein Weseraue

Die Pflanzen sollten nur mit Handschuhen entfernt werden. Naturschutzverein Weseraue

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Erstellt:
10. Juli 2019, 15:36 Uhr
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