Heidi Reckleben-Meyer DH

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Kolumne 03.12.2017 Von Heidi Reckleben-Meyer

Gefälschte Unterschriften

Ein neues Baugebiet in Loccum treibt seltsame „Blüten“. Kaum hat der Ortsrat des Klosterortes in seiner jüngsten Sitzung die Öffentlichkeitsbeteiligung für den Bebauungsplan für die Gemarkung „Herrenhorst“ auf den Weg gebracht, führt dieses Neubaugebiet in seinem unmittelbaren Umfeld zu allerlei Unmut. Und das, obwohl noch nicht einmal mit irgendwelchen Arbeiten begonnen wurde. Stein des Anstoßes ist ein Leserbrief in der HARKE, der ganz offenbar mit gefälschten Unterschriften versehen worden ist.

Man kann durchaus angesichts der auf den Weg gebrachten Planung Kritik und Bedenken äußern, eine Interessengemeinschaft gründen und Leserbriefe schreiben, um sich beispielsweise mit dem Wegfall der Höhenbegrenzung der vorderen Baureihe zur Leeser Straße, dem ins Auge gefassten modernen Wohn- oder auch der im neuen Baugebiet möglichen Mischform von nicht störendem Gewerbe und Wohnen auseinanderzusetzen.

Was allerdings gar nicht geht, ist sich mit dieser Meinung hinter anderen Namen zu verstecken – abgesehen davon, dass es als Urkundenfälschung und damit als ein Straftatbestand gilt, ist es auch ausgesprochen feige.

Warum jemand sich nicht traut, Kritik und Bedenken ganz offen mit seinem Namen zu unterschreiben, werden wir aber wohl nicht klären können. Denn das weiß nur einer – und der hat ganz offenbar keinen Mumm.

Für [DATENBANK=1125]DIE HARKE[/DATENBANK] ist die Konsequenz daraus auch klar: In Zukunft wird jeder Leserbrief, der die Redaktion per Post erreicht, erst dann veröffentlicht, wenn die Identität des Verfassers überprüft worden ist.

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Erstellt:
3. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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