Nikias Schmidetzki DH

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Guten Tag 08.04.2019 Von Nikias Schmidetzki

Gefahr ist gerade besonders groß

Zunächst die gute Nachricht: Wildunfälle sind im Landkreis Nienburg etwas weniger geworden. 1.008 Fälle in 2018 stehen 1.041 im Vorjahr gegenüber. Aber auch das sei weiter vergleichsweise viel. Wildunfälle „stellen im waldreichen Landkreis Nienburg eine der Hauptunfallursachen dar“, berichtet die Polizei. Und nun sollten Verkehrsteilnehmer gerade in den kommenden Wochen besondere Vorsicht walten lassen. Deutschland gilt nach Angaben der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) als wildreichstes Land Europas und habe zugleich ein eng geknüpftes Straßennetz: „Das führt zu Konflikten, gerade auch im Frühjahr“, teilt LJN-Sprecher Florian Rölfing mit. „Dann herrscht Rushhour in Wald und Flur, das erste Grün lockt die Pflanzenfresser“, führt er aus.

Mit der Umstellung auf die Sommerzeit sei eine weitere Gefahr dazugekommen. „Über Nacht fällt der Berufsverkehr in die Dämmerungszeit, das ist zugleich die Hauptaktivitätsphase vieler Wildtiere. Damit steigt die Gefahr von Wildunfällen, denn Wildtiere kennen keine Zeitumstellung“, erklärt Rölfing. Besonders an unübersichtlichen Feld- und Waldrändern rät Rölfing zur Vorsicht. Wenn ein Wildtier die Straße quere, sei mit Nachzüglern zu rechnen. Viele Wildtiere seien in Familienverbänden unterwegs. Rölfings Tipp: „Steht ein Wildtier auf der Straße: abbremsen, abblenden und hupen.“ Wichtig: keine waghalsigen Ausweichmanöver starten – auch wenn es vielleicht schwer fällt.

Der beste Schutz seien angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren, ergänzt der ADAC dazu. Speziell morgens und abends sei besondere Aufmerksamkeit geboten, berichtet Sprecherin Alexandra Kruse.

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Erstellt:
8. April 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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