Samtgemeindebürgermeister Reinhard Schmale und Oberschulrektor Detlef Seiler eröffneten die Ausstellung im Beisein der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und der Migranten, mit deren Schicksal sich die Ausstellung befasst. Foto: OBS Uchte

Samtgemeindebürgermeister Reinhard Schmale und Oberschulrektor Detlef Seiler eröffneten die Ausstellung im Beisein der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und der Migranten, mit deren Schicksal sich die Ausstellung befasst. Foto: OBS Uchte

Uchte 17.02.2020 Von Die Harke

Geflüchteten ein Gesicht geben

Neue Ausstellung: Oberschule Uchte macht sich stark für Integration

„Wir wollen etwas zum Thema Flucht machen!“ Das war vor etwa einem Jahr die Aussage der Arbeitsgemeinschaft „Courage“ an der Oberschule Uchte. Gesagt, getan.

Die Schule trägt das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Damit verpflichtet sie sich, jährlich eine Aktion zum Oberthema Diskriminierung zu machen. Entstanden ist etwas, das sich wahrlich sehen lassen kann: die Ausstellung „Flucht und Ankunft in Deutschland“.

Die Eröffnung fand im Rahmen einer kleinen Feierstunde statt, die Schulleiter Detlef Seiler eröffnete. Samtgemeindebürgermeister Reinhard Schmale, der zugleich Projektpate ist, hielt die Festansprache. Er zeigte sich beeindruckt, wie klar die Schüler Position gegen Diskriminierung und für Vielfalt beziehen.

„Ich bin stolz, dass ihr gemeinsam diesen Weg eingeschlagen habt, denn dieser Weg ist der einzige, der dazu führt, dass Deutschland auch weiterhin ein liebenswertes Land bleibt“, sagte Schmale. Er betonte, dass es wichtig sei, für Werte wie Sicherheit, Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit zu kämpfen, sie seien nicht überall auf der Welt selbstverständlich.

Die Ausstellung gliedert sich in drei Teile. Es gibt einen allgemeinen Teil, der sich mit dem Thema „Flucht und Ankunft in Deutschland“ beschäftigt. Zwei Roll-Ups zeigen zudem Ergebnisse einer anonymen Befragung von jugendlichen Migranten aus dem Landkreis. Diese wurde im vergangenen Schuljahr von Bundesfreiwilligen an Schulen im Kreis durchgeführt. Der letzte Teil Schüler der OBS Uchtevor, die aus ihrem Land fliehen mussten und die nun über ihre Erlebnisse berichten.

Ziel der Ausstellung sei es, teilt die Schule mit, den Geflüchteten ein Gesicht zu geben und sie zu ermutigen, über ihr Schicksal zu berichten. Andererseits soll die Ausstellung in Deutschland Geborene sensibilisieren.

Sie sollen Verständnis und Empathie für Mitschüler aus den anderen Ländern und Kulturen entwickeln. Damit möglichst viele Schüler genau dies tun, hat die Arbeitsgemeinschaft mithilfe der Lehrerin Silke Wiehe eine Rallye entwickelt, die dazu anregt, sich mit der Thematik intensiver zu beschäftigen.

Um aus der ersten Idee ein Projekt werden zu lassen, bedurfte es finanzieller Mittel. Diese wurden bereitgestellt vom Weser-Aller-Bündnis in Kooperation mit dem Kreisjugendring und dem Jugendforum sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen von „Demokratie leben“.

Die Ausstellung wird bis kurz vor den Osterferien in der Oberschule gezeigt werden. Gerne können auch Bürger oder Gruppen die Ausstellung nach vorheriger Anmeldung besuchen. In den Ferien zieht die Ausstellung nach Nienburg und wird dort im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus präsentiert.

Die Ausstellung habe nicht den Anspruch, alle Aspekte von Flucht und Ankunft in Deutschland zu beleuchten. Sie solle vielmehr Denkanstöße geben, betont Schulsozialarbeiterin Uta Sievers. Deshalb sei geplant, die Ausstellung in weiteren Schulen im Kreis zu zeigen.

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Erstellt:
17. Februar 2020, 16:58 Uhr
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