Schuldnerberater Wolfgang Lippel (links) und Sparkassenvorstand Winfried Schmierer. Schuldnerberatung

Schuldnerberater Wolfgang Lippel (links) und Sparkassenvorstand Winfried Schmierer. Schuldnerberatung

Landkreis 08.08.2017 Von Die Harke

Gegenseitiges Vertrauen bekräftigt

Sparkasse fördert die Schuldnerberatung des Paritätischen mit 5800 Euro

In Kooperation mit dem Land Niedersachsen leisten die niedersächsischen Sparkassen auch im Jahr 2017 einen Beitrag zur Finanzierung der sozialen Schuldnerberatung. Gefördert wird eine Vielzahl von Einrichtungen, darunter die [DATENBANK=4360]Schuldnerberatung des Paritätischen[/DATENBANK] Nienburg. Aus diesem Anlass überreichte [DATENBANK=3959]Winfried Schmierer,[/DATENBANK] Vorstandsmitglied der Sparkasse Nienburg, dem S[DATENBANK=4361]chuldnerberater des Paritätischen, Wolfgang Lippel,[/DATENBANK] einen Scheck über die diesjährige Fördersumme in Höhe von 5800 Euro, die aus dem örtlichen Reinertrag der Lotterie „Sparen und Gewinnen“ bereitgestellt wird. Das hat die Schuldnerberatung mitgeteilt.

Lippel dankte der Sparkasse für die kontinuierliche Förderung, die für die Aufklärungs- und Beratungstätigkeit der Einrichtung von erheblicher Bedeutung sei. Er hoffe, dass die vom Land gemeinsam mit dem Sparkassenverband Niedersachsen getragene Unterstützung auch in den nächsten Jahren ihre Fortsetzung finde. Das Verhältnis zu den örtlichen Kreditinstituten beschrieb Lippel als gut. Die Zusammenarbeit mit der Sparkasse Nienburg sei von gegenseitigem Vertrauen geprägt.

Vorstand Schmierer unterstrich, dass sich die Zusammenarbeit der Sparkasse mit der Schuldnerberatung nicht allein auf die finanzielle Förderung beschränke. Häufig sei es im Tagesgeschäft gelungen, überschuldeten Kreditnehmern gemeinsam zu helfen, zum Beispiel beim Erhalt oder Einrichten von Girokonten auf Guthabenbasis. Diese würden auch überschuldeten Menschen die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs eröffnen, ohne weitere Verschuldung zuzulassen. Auch die Einrichtung von pfändungsgeschützten Konten und das Bescheinigen pfändungsgeschützter Beträge sei Bestandteil der Zusammenarbeit.

Der Schuldnerberater betonte, es seien weniger die Sparkassen und Volksbanken vor Ort, die Haushalte in die Überschuldung führen würden. Finanzielle Probleme resultierten häufig aus generellem Einkommensverlust und ständiger Einkommensarmut durch andauernde Arbeitslosigkeit oder nur gering bezahlter Arbeit. Auch Unfälle oder schwere Erkrankungen mit Erwerbsunfähigkeit führten häufig zur Zahlungsunfähigkeit, ebenso Trennungen von Paaren oder der Tod des Partners. Diese Punkte, so zeigen seit Jahren Statistiken und Studien, sind die Hauptursachen für Überschuldung.

Verschärft würden diese Probleme durch eine teilweise unverantwortliche Kreditvergabe einzelner überregionaler Banken sowie die vielfältigen Möglichkeiten des Ratenkaufes. Darüber hinaus entwickelten sich Schulden im Handy- und Internethandelsbereich nicht nur bei jungen Menschen zu einem stetig wachsenden Problem. Außerdem würde immer deutlicher, dass die finanzielle Allgemeinbildung von Teilen der Bevölkerung stark verbesserungsbedürftig sei. Hier sei gerade die Bildungspolitik gefordert, entsprechende Lehrinhalte in den Unterricht zu integrieren.

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Erstellt:
8. August 2017, 21:00 Uhr
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