„Gehamstertes“ später spenden
Landkreis 13.03.2020 Von Matthias Brosch

„Gehamstertes“ später spenden

Guten Tag

Wegen Hamsterkäufen aus Furcht vor dem Coronavirus sind bei verschiedenen Tafeln bundesweit deutlich weniger Lebensmittel gespendet worden. Darüber berichtete die Deutsche Presse-Agentur.

Bei der Nienburger Tafel gab es keine Engpässe, das sagt Leiterin Beate Kiehl auf HARKE-Nachfrage. Das liege in ihren Augen daran, dass frische Lebensmittel wie Brot, Obst und Gemüse und Molkereiprodukte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft, einen Großteil der Spenden von Supermärkten ausmachten.

Die „Hamsterkäufer“ hätten es hingegen meist auf andere Waren abgesehen. „Es ist aber auch nicht so, dass wir nichts bemerkt hätten.“ Durch das höhere Konsumverhalten fehlten der gemeinnützige Hilfsorganisationen einige Produkte, die nun vergünstigt verkauft und nicht wie vorher zuverlässig kostenlos für Bedürftige abgegeben würden.

Kiehl hofft, dass nach einem Abklingen der Coronavirus-Pandemie die Nienburger Tafel vielleicht von den Hamsterkäufen noch profitieren könnte. Schließlich hätten Mehl, Zucker oder Nudeln allesamt ein Haltbarkeitsdatum. „Es wäre doch denkbar, dass sie uns am Ende gespendet werden.“

In die gleiche Richtung hat der Vorsitzende des Bundesverbands, Jochen Brühl, appelliert: Er bittet die Bevölkerung in Deutschland, auch an andere zu denken: „Diese Menschen haben kein Geld für Hamsterkäufe, und eine Quarantäne würde sie wirklich treffen. Wer merkt, dass er zu viele Lebensmittel gekauft hat, kann sich gern an die Tafeln wenden.“

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Erstellt:
13. März 2020, 20:02 Uhr
Lesedauer:
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