Freut sich auf Mönch Bhante Sanghasena: Gisela Hermanns-Hünecke. Achtermann

Freut sich auf Mönch Bhante Sanghasena: Gisela Hermanns-Hünecke. Achtermann

Riethausen 06.05.2017 Von Horst Achtermann

„Geheizt wird mit dem Dung der Tiere“

Mönch Bhante Sanghasena stellt am 18. Mai im Buddha-Haus in Riethausen sein Hilfsprojekt vor

Der Mönch Bhante Sanghasena aus Ladakh im indischen Himalaya ist am Donnerstag, dem 18. Mai, Gast im „Buddha-Haus im Norden“ in Riethausen in der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen. Von 19 bis 21 Uhr wird er eine Meditation anleiten und das von ihm gegründete Mahabodhi-Hilfsprojekt in Ladakh vorstellen. Die Logopädin Gisela Hermanns-Hünecke, dem Buddha-Haus eng verbunden, besuchte in den Jahren 2010 bis 2014 dreimal die nordindische Region Ladakh im Grenzgebiet von Pakistan und China. „Ich habe dort eine Patenschaft für einen jungen Mann übernommen, der unter epileptischen Anfällen leidet. Ich spende jährlich 360 Euro für Medikamente“, so die Logopädin.

In Ladakh – einem Land aus Wüste und Stein – wächst wenig. In 3500 Metern Höhe und in entlegenen Dörfern, umgeben von riesigen Bergen und unasphaltierten Straßen, leben die Menschen von kleinteiliger Landwirtschaft, sie sind Selbstversorger. Keine beruflichen Möglichkeiten für junge Männer, es bleibt nur das Militär.

So zog auch der Exiltebeter Bhante Sanghasena zunächst in die Kaserne. „Er musste aber schnell feststellen: Das ist nicht mein Leben“, so Gisela Hermanns-Hünecke weiter. Sanghasena hatte 1977 die Vision, seinem Land etwas Gutes zukommen zu lassen. Er ließ sich in Südindien zum Mönch ausbilden. 1987 – wieder zurück in Ladakh – ging er hausieren. 1991 schaffte es, mit den erbettelten Spendengeldern die Mahabodhi-Residential-School zu errichten.

Die ersten 25 Mädchen mussten zu Fuß aus den Dörfern, unter gefährlichen Bedingungen, die Schule besuchen, später fuhren Schulbusse. Seither ist auf dem Gelände des Mahabodhi-Zentrums die Schule stetig erweitert worden. 490 Schülerinnen und Schüler besuchen heute die Schule und wohnen in den der Schule angeschlossenen Internaten für Mädchen und Jungen.

Die Kinder kommen aus bedürftigen Familien. Um Trinkwasser zu haben, fangen die Menschen das Wasser der Gletscher auf. Im Winter bei minus 30 Grad heizen die Menschen ihre Wohnungen mit dem Dung der Tiere. Wenn das aufgebraucht ist, wird gefroren.

Im Mahabodhi-Heim für ältere und behinderte Menschen werden Menschen aufgenommen, deren Familien nicht mehr in der Lage sind, diese zu versorgen. Es gibt keine sozialen Netze. Immer mehr ältere Menschen verarmen.

Für Bhante Sanghasena ist die Gleichstellung von Nonnen und Mönchen ein großes Anliegen. In der Jetavana Monastry für junge Mönche hat er die Möglichkeit geschaffen, dass junge Nonnen und Mönche in Meditation, buddhistische Lehre und Philosophie geschult werden.

Die Arbeit von Mahabodhi wird ausschließlich durch Spenden und die Übernahme von Patenschaften für Schülerinnen/Schüler, junge Nonnen und Mönche und für die Bewohner des Altenheimes finanziert.

Weitere Informationen unter (0 42 51) 67 17 16 und www.bhavana-vihara.de

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Erstellt:
6. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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