Helge Nußbaum DH

Helge Nußbaum DH

20.07.2015 Von Helge Nußbaum

Geld spielt keine Rolle

Sommerpause heißt auch wieder Transfermarktzeit beim Fußball. Die Summen für die Kicker und auch deren Gehälter steigen in immer astronomischere Höhen. In England wird dabei in den vergangenen Jahren immer mehr Geld ausgegeben. Selbst „Kaiser“ Franz Beckenbauer warnt schon vor den Briten. Da kauft Manchester United einfach mal unseren DFB-Kapitano Sebastian Schweinsteiger für spekulierte 20 Millionen Euro und gibt dem fast 31-Jährigen einen Dreijahresvertrag mit einem Gehalt von wohl über zehn Millionen Euro pro Saison. Bayern München holt sich im Gegenzug aller Voraussicht nach Arturo Vidal von Champions League-Finalist Juventus Turin für 35 Millionen und investiert auch Schweinsteigers gespartes Gehalt sofort in den 28-jährigen Chilenen. Apropos Manchester United: Die haben in dieser Transferperiode bisher ungefähr 100 Millionen Euro investiert und Trainer Louis van Gaal sagt: „Wir sind noch nicht am Ende. Wir müssen uns auf mindestens zwei weiteren Positionen verbessern.“ Im Gespräch sind Schnäppchen wie Sergio Ramos und Karim Benzema von Real Madrid. Na dann!

Doch über die meisten Gehälter unsere europäischen Fußball-Stars lachen sich die US-Amerikaner wahrscheinlich kaputt. Kennen sie Justin Houston? Ich bis zum Wochenende auch nicht. Justin Houston ist Footballspieler bei den Kansas City Chiefs im tiefsten Landesinneren der USA – Bundesstaat Missouri. Der 26-jährige Linebacker erhielt gerade einen Vertrag für die kommenden sechs Jahre über 110 Millionen US-Dollar, ungefähr 100 Millionen Euro. Linebacker ist eine Position im American Football, in der Mitte der Defense, hinter der Defensive Line und vor den Defensive Backs. Houston ist quasi eine Art Schweinsteiger des Footballs. Die Anforderungen an den „idealen“ Linebacker sind extrem hoch. Er sollte ungefähr 1,85 bis 1,90 Meter groß sein und einiges an Gewicht und Muskeln aufweisen können, sodass seine Masse bei gut 100 kg und darüber liegt. Man könnte auch sagen: Hier wird eher nach Gewicht bezahlt.

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Erstellt:
20. Juli 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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