Die HARKE-Redaktion wünscht einen guten Tag!

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Nienburg 07.02.2020 Von Nikias Schmidetzki

Geldbörse da, Finderin weg

Ein regnerischer Tag war es, als eine Nienburgerin – „bewaffnet mit einem Regenschirm und einer vollgepackten Tasche“, wie sie schreibt – ein Geschäft betrat, um einen Artikel zu kaufen. Vorsorglich habe sie schon im Eingangsbereich das Portemonnaie „aus den Abgründen meiner Tasche“ hervorgekramt und es sich unter den Arm geklemmt.

Doch wie es so ist, erlag sie „den verkaufspsychologischen Strategien und musste meine Armbeuge zu Hilfe nehmen, denn aus einem Artikel waren vier geworden.“ Als sie in der Schlange an der Kasse stand, sei ein junges Mädchen aufgetaucht, an dem und deren Freundinnen die Frau zuvor vorbeigegangen war. Es habe ihr das offenbar verlorene Portemonnaie entgegengestreckt und gefragt, ob es ihr gehöre. Ein kurzer Test: Alles war da. Nur nach dem Bezahlen die Finderin mit ihren Begleiterinnen nicht mehr.

Auch auf der Straße konnte die Kundin sie nicht mehr entdecken, obwohl sie ihr doch einen Finderlohn zukommen lassen wollte. Denn: „Verärgert über meine Leichtsinnigkeit freute ich mich doch sehr darüber, dass ein ehrlicher Mensch meine Papiere und mein Geld gefunden hatte. Es gibt sie doch. Sicher, ich kann von keinem Bankraub, von Hetze im Netz oder von Diskriminierung berichten, ganz im Gegenteil. Aber ich finde schon, dass das mal der Rede wert ist“, meint die Nienburgerin und hofft nun, dass auf diesem Wege ein Kontakt zustande kommen kann.

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Erstellt:
7. Februar 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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