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29.08.2016 Von Alan Smithee

Geldverlust während des Sommerurlaubs - so sind Urlauber für den Ernstfall gerüstet

Ob 41102, Safari in Afrika oder Backpacking-Trip durch Asien - der perfekte Sommerurlaub sieht für jeden anders aus. Hauptsache, die Alltagssorgen bleiben zu Hause und die neuen Eindrücke helfen dabei, frische Energie zu tanken. Doch mit der entspannten Atmosphäre ist es schnell vorbei, wenn das Bargeld und - im schlimmsten Fall - die Brieftasche samt Kreditkarten und Schecks abhandenkommt. Für viele Urlauber ist der Gedanke, durch Diebstahl oder anderweitigen Verlust des Geldes mittellos im Ausland festzuhängen, ein Horrorszenario. Dieses stellt sich jedoch als weniger schlimm heraus, wenn Urlauber vorsorgen und im Ernstfall richtig reagieren.

Wichtig: Debit- und Kreditkarten sperren lassen

Der Verlust von Bargeld ist ärgerlich, doch wenn auch noch Debit- und Kreditkarten sowie Reiseschecks wegkommen, droht weit größerer finanzieller Schaden. So könnten Fremde die Karten zum Bezahlen von Waren oder Bargeld abheben missbrauchen. Für die daraus entstehenden Kosten müssen die Urlauber unter Umständen selbst aufkommen. Um das zu verhindern, sollten Reisende unmittelbar nach Feststellen des Verlustes zum Telefon greifen und die betroffenen Karten und Schecks unverzüglich sperren lassen. Die Kreditinstitute bieten dazu einen internationalen und rund um die Uhr besetzten Sperr-Notruf an. Dieser ist unter der Rufnummer 116 116 erreichbar. Bei Anrufen aus dem Ausland müssen Urlauber die deutsche Ländervorwahl voranstellen. Häufig (aber nicht immer) ist das die 0049. Über die Hotline können Reisende viele Karten und Schecks, aber auch Mobilfunkkarten sperren lassen und so deren Missbrauch verhindern. Banken, die nicht am Sperr-Notruf teilnehmen, müssen Urlauber direkt kontaktieren. Hierzu sollten sie sich vor Reiseantritt alle wichtigen Banknummern notieren.

Verlust von Bargeld und Kreditkarten rasch zur Anzeige bringen

Oft können Reisende nicht zweifelsfrei sagen, ob sie Opfer eines Diebstahls sind oder ihre Brieftasche verloren haben. Sowohl bei einem Diebstahl als auch bei unklarem Verlust sollten sie zur örtlichen Polizeistation gehen und Anzeige erstatten. Die Polizei fertigt ein Protokoll (unbedingt mit Datum und Uhrzeit) an, das im späteren Verlauf noch von Bedeutung sein kann. Dies ist zum Beispiel dann wichtig, wenn es zu einer unbefugten Nutzung der Karten gekommen ist und die Bank den Schaden zurückfordert. In diesem Fall können Urlauber dem Kreditinstitut nachweisen, dass sie ihren vertraglichen Pflichten zeitnah nachgekommen sind. Aus diesem Grund sollten Reisende das Protokoll der Polizei sowie die Daten des Sperr-Telefonats gut aufbewahren.

Bargeld und Kreditkarten weg - wie geht es jetzt weiter?

Tausende Kilometer von zu Hause entfernt gibt es meistens niemanden, der spontan für Kosten wie Hotel, Mietwagen oder Verpflegung aufkommen kann. Eine Lösung ist die von Freunden oder Verwandten von zu Hause durchgeführte Auslandsüberweisung. Bis das Geld jedoch am Urlaubsort verfügbar ist, vergehen meistens mehrere Tage und die Gebühren können erheblich sein. Der Versand von Bargeld macht aufgrund des Risikos und der Postlaufzeit ebenfalls wenig Sinn. Zeitnahe und günstige Hilfe versprechen Geldtransfer-Dienstleister wie Azimo. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, Geld in mehr als 180 Länder online zu versenden. So können Bekannte oder die Familie von zu Hause aus Geld bei Azimo einzahlen und in das Urlaubsland transferieren. Die Urlauber können das Geld bei einer kooperierenden Bank oder Shopping Mall abholen oder es sich durch einen Geldboten an die gewünschte Adresse liefern lassen. Auch ein Transfer an ein Mobiltelefon ist in einigen Ländern möglich. Die Kosten für die Nutzung dieser Dienste betragen nur einen Bruchteil der üblichen Überweisungskosten und der gesamte Ablauf ist unbürokratisch und schnell.

Mit diesen Tipps können Reisende den restlichen Sommerurlaub doch noch genießen.

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Erstellt:
29. August 2016, 16:09 Uhr
Lesedauer:
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