Sabine Koscielniak, Klaus Lüdeke, Steffen Hagemann, Sabine Pflaum, Wolfgang Lippel, Tamara Ritter, Silke Mosig, Claudia Bolz, Sarah Peters, Sebastian Meyer, Henning Onkes, Peter Karaskiewicz, Henri Slaar und Matthias Mente (von links) beim ersten Treffen vom „Netzwerk Sozialplanung“. Stadt Nienburg

Sabine Koscielniak, Klaus Lüdeke, Steffen Hagemann, Sabine Pflaum, Wolfgang Lippel, Tamara Ritter, Silke Mosig, Claudia Bolz, Sarah Peters, Sebastian Meyer, Henning Onkes, Peter Karaskiewicz, Henri Slaar und Matthias Mente (von links) beim ersten Treffen vom „Netzwerk Sozialplanung“. Stadt Nienburg

Nienburg 02.06.2019 Von Die Harke

„Gelungenes Produkt“ noch ausbauen

Erstmaliges Treffen des Netzwerks Sozialplanung in der Stadt Nienburg

Auf Einladung von Christine Kreide, Leiterin des Fachbereiches Bildung, Soziales und Sport der Stadt Nienburg, traf sich erstmalig das „Netzwerk Sozialplanung“ im Nienburger Rathaus. Bürgermeister Henning Onkes begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlichster Einrichtungen und Institutionen, darunter vom CJD, dem Sprotte-Verein, vom Verein „Unser Nordertor“ sowie vom Präventionsteam der Polizei und dem Landkreis Nienburg. Er zeigte sich erfreut über das breite Interesse an einem gemeinsamen Austausch über die Sozialplanung und berichtete, dass der im vergangenen Jahr veröffentlichte Sozialbericht sehr positive Resonanz erfahren habe. Nun sei es an der Zeit, gemeinsam über die Weiterentwicklung und zukünftige Ausrichtung der Sozialberichterstattung zu sprechen.

Der städtische Sozialplaner Sebastian Meyer stellte anschließend die Handlungsfelder von Sozialplanung in Nienburg vor. Er berichtete, dass neben der kontinuierlichen Sozialberichterstattung auch die „auftragsbezogene Fachplanung“ von großer Bedeutung sei. „Für Förderanträge ist das Bereitstellen kleinräumig erhobener Daten und Kennzahlen mittlerweile unverzichtbar und auch bei städtischen Bedarfsprüfungen und bei der Schulentwicklungsplanung ist die Sozialplanung beteiligt“, sagte Meyer. „Sozialberichterstattung bietet eine datenorientierte Grundlage für Gemeinwesen orientierte Prozesse und Handlungsstrategien“, betonte er, bat aber auch darum, sie richtig einzuordnen: „Die tatsächliche Wirklichkeit lässt sich nicht allein mit Zahlen abbilden.“

Anschließend sammelten die Teilnehmenden gemeinsam Themenfelder, die von der Sozialberichterstattung zukünftig aufgegriffen werden könnten. Dabei wurde in der Runde ein besonders großes Interesse an dem Thema „Wohnen in Nienburg“ deutlich. Matthias Mente vom Verein Herberge zur Heimat hielt zudem eine Angebotsübersicht zur allgemeinen Daseinsfürsorge für sinnvoll. Wolfgang Lippel, Schuldnerberater beim paritätischen Wohlfahrtsverband Nienburg, lobte den Sozialbericht als „extrem gelungenes Produkt“, würde es aber begrüßen, ihn durch eine „Armutsberichterstattung“ zu ergänzen.

Auch die Themenbereiche Obdachlosigkeit, Bildung, Mobilität, Zu- und Fortzüge, Geschlechteranteile, Sicherheitsempfinden und Umweltbelastung wurden benannt. Bei der nächsten Sitzung des Netzwerks soll eine Priorisierung der Vorschläge vorgenommen- und geprüft werden, in welcher Form diese zukünftig behandelt werden können. Des Weiteren soll es um Einwohnerbefragungen und deren Auswertung gehen, um ein noch ganzheitlicheres Bild der Berichtsgebiete zeichnen zu können.

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Erstellt:
2. Juni 2019, 11:48 Uhr
Lesedauer:
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