Auf Vermittlung von Schornsteinfeger Horst Heusmann (Zweiter von links) hat Matthias Busch von der Firma Hekatron Brandschutz im „Haus am Walde“ in Bötenberg sehr zur Freude von Einrichtungsleiterin Agnieszka Pilarska (Zweite von rechts) rund 20 Rauchmelder installiert, die von seiner Firma kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Foto: Hagebölling

Auf Vermittlung von Schornsteinfeger Horst Heusmann (Zweiter von links) hat Matthias Busch von der Firma Hekatron Brandschutz im „Haus am Walde“ in Bötenberg sehr zur Freude von Einrichtungsleiterin Agnieszka Pilarska (Zweite von rechts) rund 20 Rauchmelder installiert, die von seiner Firma kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Foto: Hagebölling

Bötenberg 24.10.2020 Von Edda Hagebölling

Gemütlich und familiär

Seit dem 1. August gibt es in Bötenberg die Jugendhilfeeinrichtung „Haus am Walde“

„Mir ist wichtig, dass es bei uns gemütlich und familiär zugeht“, berichtet Agnieszka Pilarska. Zum 1. August hat die Balgerin das „Haus am Walde“ in Bötenberg in Betrieb genommen. Die Einrichtung der freien Kinder- und Jugendhilfe bietet Platz für bis zu sechs Mädchen und Jungen zwischen sieben und 18 Jahren.

Obwohl die stationäre Wohngruppe erst seit rund zwei Monaten in Betrieb ist, sind fünf der sechs Plätze bereits belegt. Der Bedarf steigt ständig. Die Kinder und Jugendlichen, die auf dem Resthof in Bötenberg betreut werden, kommen aus Bremen, Hannover und sogar Hameln. Die Jüngsten – Zwillinge – sind sogar erst viereinhalb. Mit Sondergenehmigung ist das möglich. Aufsichtsbehörde ist das Landesjugendamt Hannover.

Die Erzieherin und Sozialarbeiterin Agnieszka Pilarska hat bis zur Eröffnung des „Haus am Walde“ mehrere Jahre in der stationären Jugendhilfe gearbeitet. Die Kinder und Jugendlichen, die zu ihr kommen, können oder dürfen aus den verschiedensten Gründen nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie bleiben. „Dennoch besteht unser Hauptziel darin, dass die Mädchen und Jungen irgendwann wieder zu ihren Müttern und Vätern zurück können“, so die Trägerin und pädagogische Leiterin. Gelingt das nicht, können die Schützlinge bleiben, bis sie im Berufsleben Fuß gefasst haben.

Doch bis dahin werden für die meisten noch ein paar Jahre ins Land gehen. Die Zwillinge zum Beispiel werden voraussichtlich nach den Herbstferien den Kindergarten in Wietzen besuchen, ein weiteres Kind geht dort zur Grundschule, ein Junge besucht eine Werkstattschule in Hannover.

Je nach Alter gelangen die Mädchen und Jungen mit dem Bus oder der Bahn dorthin oder werden mit dem Auto gefahren.

Unterstützt wird Agnieszka Pilarska bei der Betreuung der Mädchen und Jungen von zwei weiteren Erzieherinnen, einem Erzieher, einer Heilerziehungspflegerin und einer Hauswirtschafterin. Letztere kommt bereits morgens ums 6 ins Haus, wenn es darum geht, das Frühstück zuzubereiten und die Kinder und Jugendlichen auf den Weg zur Kita oder Schule zu bringen.

Komplettiert wird die Wohngruppe auf einem Resthof am Ortsrand von Bötenberg durch Ziegen, Hühner, Katzen und einen Hund. Die Stimmung im „Haus am Walde“ ist eigentlich immer gut. Das ist Agnieszka Pilarska wichtig. Doch manchmal gibt auch traurige Momente.

Weitere Infos unter www.wg-hausamwalde.de

Zum Artikel

Erstellt:
24. Oktober 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.