Im Bundeszentralregister ist der Angeklagte insgesamt elfmal registriert. Luftbildfotograf / Fotolia

Im Bundeszentralregister ist der Angeklagte insgesamt elfmal registriert. Luftbildfotograf / Fotolia

Nienburg 03.04.2019 Von Andreas Wetzel

Gericht glaubt nicht an Kleptomanie des Angeklagten

38-jähriger Nienburger fällt durch zahlreiche Diebstähle auf / Noch einmal mit Bewährungsstrafe davongekommen

Ein 38-jähriger Mann aus Nienburg ist vom Amtsgericht Nienburg wegen Diebstahls verurteilt worden. Er hatte Anfang August des vergangenen Jahres versucht, von einem auf einer Platte stehenden Fahrzeug einen Tank abzumontieren, was jedoch von einer aufmerksamen Nachbarin bemerkt und durch die Polizei verhindert wurde. Der angeklagte Nienburger zeigt sich in der Verhandlung wortkarg, aber geständig.

In einem anderen Fall hatte der 38-Jährige Mitte August in einem Einkaufszentrum in Nienburg vier Flaschen Whisky-Miniaturen entwendet und war dabei ertappt worden. Er wurde zu elf Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

In der Verhandlung zeigte sich der Angeklagte wortkarg und ließ seinen Verteidiger sprechen. Dieser gab an, dass sein Mandant die Taten einräume und führte ins Feld, dass jener kleptomanische Züge habe und immer wieder losgehen müsse, um zu stehlen.

Das zeigte sich auch in den Eintragungen seines Bundeszentralregisters. Hier war der Angeklagte insgesamt elf Mal registriert, vorwiegend wegen Diebstahls.

Da der Angeklagte geständig war, forderte die Staatsanwaltschaft für den versuchten Diebstahl an der Rüttelplatte eine Freiheitsstrafe von acht Monaten und für den Ladendiebstahl eine von vier, die zur einer Gesamtstrafe von zehn Monaten zusammengezogen werden sollte. Die Verteidigung hielt eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten für angemessen.

Das Gericht verurteilte den 38-jährigen Nienburger schließlich zu insgesamt zehn Monaten Freiheitsstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde und drohte dem Angeklagten an, bei einem nochmaligen Erscheinen vor Gericht nicht mehr mit Bewährung rechnen zu können. Der Ausrede über die angebliche Kleptomanie des Angeklagten schenkte das Gericht keinen Glauben.

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Erstellt:
3. April 2019, 06:18 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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