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In Eystrup kam es zu einem kuriosen Unfall. Symbolbild: Küverling / Adobe Stock

In Eystrup kam es zu einem kuriosen Unfall. Symbolbild: Küverling / Adobe Stock

Eystrup 15.01.2020 Von Die Harke

Geschädigter flüchtet nach Verkehrsunfall

Verletzter Unfallverursacher zurückgelassen / Pkw war nicht zugelassen / Fahndung erfolgreich

Am Dienstagnachmittag befuhr gegen 16:25 Uhr ein 63-Jähriger mit seinem Citroen in Eystrup den Cohrsweg und beabsichtigte nach rechts in die Mühlenstraße einzubiegen. Hierbei übersah er einen vorfahrtsberechtigten BMW auf der Mühlenstraße, so dass es zu einem massiven Zusammenprall beider Fahrzeuge kam.

Zeugenaussagen zufolge verließ der BMW-Fahrer unvermittelt nach dem Geschehen sein totalbeschädigtes Fahrzeug, ließ den verletzten Unfallverursacher zurück und flüchtete fußläufig in Richtung der Brinkstraße. Eine alarmierte Funkstreifenwagenbesatzung der Polizei Hoya stellte bei einer Überprüfung fest, dass die Kennzeichen nicht zu dem verunfallten BMW gehörten und leiteten sofort entsprechende Fahndungsmaßnahmen ein. Der Unfallverursacher wurde mit einem Rettungswagen in das Nienburger Krankenhaus gebracht, wo bei ihm erfreulicherweise lediglich leichtere Verletzungen ambulant versorgt werden mussten und er das Krankenhaus danach wieder verlassen konnte.

Während der umfangreichen Fahndungsmaßnahmen wurde in der Bahnhofstraße ein verdächtig erscheinender Mercedes angetroffen und kontrolliert. Die Beamten wiesen ein gutes Gespür auf, denn einer der Insassen, ein 41-jähriger georgischer Staatsangehöriger ohne Wohnsitz in Deutschland, gab zu, der flüchtige BMW-Fahrer zu sein. Entsprechende Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Urkundenfälschung, Kennzeichenmißbrauches sowie Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz wurden dem 41-jährigen bekanntgegeben.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Verden wurde durch einen Staatsanwalt gegen den BMW Fahrer zur Sicherung des Strafverfahrens eine Sicherheitsleistung in Höhe eines vierstelligen Betrages erlassen, welche später im Kommissariat in Hoya hinterlegt wurde. Eine Überprüfung des kontrollierten Mercedes brachte ans Tageslicht, dass auch dieser nicht ordnungsgemäß zugelassen war. Der Fahrzeugführer, ebenfalls ein georgischer Staatsangehöriger, allerdings mit Wohnsitz in der hiesigen Samtgemeinde, wird sich nun in einem anderen Strafverfahren gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten müssen.

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Erstellt:
15. Januar 2020, 15:37 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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