Zu einem zweiten „Sippentreffen“ trafen sich Mitglieder der Familie Bredemeier jetzt in Bahrenborstel. Manche lernten sich dort erst kennen, andere feierten nach Jahrzehnten ein Wiedersehen. Bredemeier

Zu einem zweiten „Sippentreffen“ trafen sich Mitglieder der Familie Bredemeier jetzt in Bahrenborstel. Manche lernten sich dort erst kennen, andere feierten nach Jahrzehnten ein Wiedersehen. Bredemeier

Warmsen/Südkreis 14.09.2019 Von Die Harke

Geschichte beginnt auf „Hof Bussen“

Warmser Familie Bredemeier treibt Ahnenforschung weiter voran / 2020 kommen die Amerikaner zu Besuch

Die Bredemeiers basteln weiter am Familien-Puzzle: Zum zweiten „Sippentreffen“ kamen vor allem die Familienmitglieder des „Warmser Zweiges“, also diejenigen, die in der Gemeinde Warmsen oder nicht weit entfernt von dort zu Hause sind oder deren Vorfahren von dort kommen. „Wieder wurden neue Verwandtschaften entdeckt und wurde teilweise ein Wiedersehen gefeiert, nachdem man sich mehr als 60 Jahre lang nicht gesehen hatte“, berichtet Willi Bredemeier aus Hattingen, der das Treffen auch diesmal gemeinsam mit seiner Ehefrau organisiert hat.

Er ist das beste Beispiel: Willi Bredemeier wuchs bei seiner Tante auf einem Bauernhof im Steinbrinker Brauk auf, traf nun auf Enkel eben jener Tante und auf einen Klassenkameraden aus dem Nordeler Brauk, mit dem er vor 70 Jahre die Bänke der Steinbrinker Volksschule gedrückt hatte. Nun plane er einen Besuch in Steinbrink, um das Haus wiederzusehen, von dem aus er in den 50er-Jahren ins Ruhrgebiet aufgebrochen war, berichtete Bredemeier der Heimatzeitung.

Das jüngste Treffen fand in „Ela‘s Hofcafé“ in Bahrenborstel statt, das Karl-Heinz und Marlies Bredemeier betreiben. Unter den 50 Gästen waren auch viele geborene oder angeheiratete Bredemeiers, die bei der ersten Zusammenkunft im Vorjahr nicht dabei waren. „Nach wie vor gehen per Telefon oder E-Mail Anfragen neuer Bredemeiers ein“, berichtet Willi Bredemeier. „Diese mögen jetzt in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg oder Berlin wohnen, fast immer aber können sie ihre Herkunft auf die Kreise Nienburg, Minden oder Schaumburg zurückführen.“

Nach wie vor gehen Anfragen neuer Bredemeiers ein. Diese mögen jetzt in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg oder Berlin wohnen, fast immer aber können sie ihre Herkunft auf die Kreise Nienburg, Minden oder Schaumburg zurückführen.

Willi Bredemeier, Ahnenforscher

Mit Ursula Bredemeier aus Wagenfeld stellte er die neuesten Ergebnisse der Bredemeier-Familienforschung besonders zum Warmser Zweig vor. Wie der Bredehof im Kreis Schaumburg lasse sich auch der älteste nachweisbare Hof der Warmser Linie bis auf die Jahre um 1480 zurückverfolgen. Der älteste noch bestehende Hof der Warmser Sippe sei „Hof Bussen“ in Schamerloh, auf dem Treffen vertreten durch Ernst und Luise Bredemeier.

Viele Anekdoten verschiedener Bredemeiers wurden in Bahrenborstel erzählt, Fotos und Schriftstücke herumgereicht und Stammbäume rekonstruiert. Jemand hatte die Postkarte eines Ferdinand Bredemeier aus dem Jahre 1915 dabei, der seiner Schwester Sophie Bredemeier (Nordel) seinerzeit geschrieben hatte, dass er in eine Kaserne nach Münster versetzt worden sei und auf ein baldiges Wiedersehen hoffe. Er fiel wenig später im Ersten Weltkrieg.

Auch aus dem Ausland seien einige Geschichten bekannt, berichtet Willi Bredemeier, unter anderem die zweier Deutscher, die in Brasilien aufeinander trafen und sich schließlich vorstellten: „Bredemeier.“ – „Auch Bredemeier.“ Nach wenigen Sätzen sollen sie herausgefunden haben, dass sie verwandt sind.

Oder die Geschichte des Jungen, der zu Fuß von Minden nach Bremerhaven gegangen, von dort via Schiff in die USA gelangt und dort die erste Poststation Nebraskas eröffnet haben soll. Es gebe einen großen Zweig der Familie Bredemeier in den Vereinigten Staaten, führt Willi Bredemeier aus. „Eine von ihnen, Margarete Brademeyer, eine angeheiratete Bredemeier, war wiederholt in Deutschland und hat die Bredemeier-Familienforschung mitbegründet.“

2020 soll ein abermaliges Treffen der gesamten Bredemeier-Sippe im Auetal im Schaumburgischen, stattfinden. Das Treffen soll unter dem Motto „1000 Jahre Bredehof“ stehen, weil es nach Angaben der Ahnenforscher starke Indizien dafür gebe, dass der Bredehof wie wahrscheinlich auch der Warmsener „Urhof“ schon im 11. Jahrhundert bestanden habe. Die ersten Teilnehmer, zwei Amerikanerinnen mit dem Nachnamen „Bredemeier“, hätten ihre Teilnahme bereits zugesagt.

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Erstellt:
14. September 2019, 13:46 Uhr
Lesedauer:
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